Ablauf: Die Schritte zum fertigen Haus sind eigentlich immer die gleichen. In der Vorbereitung geht es um das perfekte Grundstück sowie die passende Finanzierung. Sind die sicher, folgt die Bauplanung nach persönlichen Vorlieben. Bei der Bauphase kann ein Fertighaus in wenigen Tagen, ein Massivhaus in einigen Monaten erstellt werden. Am Ende kommen die Bauabnahme mit Abnahmeprotokoll sowie letzte Details innen wie im Garten.

Finanzierung: Meistens besteht sie aus drei Elementen – das eigene Kapital, Fördergelder, zum Beispiel von der KfW-Bank oder Eigenheimförderungsprogrammen der Bundesländer, sowie Kredite von Geldgebern. Gerade bei den Kosten gibt es viele versteckte Summen. Zum Grundstück fallen sie zum Beispiel für Grunderwerbsteuer, Notar oder Makler an. Häuslebauer müssen auch für Baustrom, Gutachten, Materialkosten für den Innenausbau oder die Außenanlagen zahlen.

Risiken: Externe Bausachverständige von TÜV oder DEKRA können schon während der Bauphase damit beauftragt werden, rechtzeitig statische Vorgaben oder mögliche Baumängel zu erkennen. Unangenehm sind Baufirmen und Bauträger, die plötzlich pleite sind. Über mögliche Fertigstellungsbürgschaften oder Versicherungen informiert unter anderem die Schutzgemeinschaft für Baufinanzierende. Und erfahrene Häuslebauer, die schon mal einen lästigen Findling unter der Erde oder eine zu enge Zufahrt entdeckt haben, was zusätzlich Kosten verursacht, raten Anfängern zur genauen Analyse des Grundstücks.

Fertighaus: Sie lassen sich im Vergleich zum Massivhaus sehr schnell bauen, oft innerhalb weniger Tage. Außerdem ist dies oft unabhängig von Wind und Wetter möglich. Wegen der industriellen Vorfertigung überzeugt häufig ein günstigerer Preis. Sie funktionieren als KfW-Effizienzhaus oder Passivhaus. Außerdem lassen sie sich inzwischen deutlich individueller gestalten als früher. Anbieter übernehmen viele Servicedienstleistungen.

Massivhaus: Dank Architekt und entsprechendem Budget sind Immobilien mit dem gewissen Extra möglich. Wände speichern besser die Wärme und bieten guten Schallschutz. Der Werterhalt liegt höher. Folgekosten durch Reparaturen können niedriger ausfallen. Allerdings sind lange Bauzeiten – im Schnitt acht Monate – und höhere Kosten deutlich preistreibend und kosten manchmal Nerven.