Was macht den ultimativen Cocktail aus?

Erstens: Ein Cocktail ist nur so gut wie die Qualität seiner Zutaten. Wichtig ist, dass man, soweit es geht, mit frischen Zutaten arbeitet. Zweitens: Die Konstellation der Zutaten muss passen – egal ob süß, bitter, fruchtig oder sauer, die Zutaten müssen eine Harmonie bilden. Drittens: Die Menge macht’s! Das Verhältnis der jeweiligen Geschmacksrichtungen muss ausbalanciert sein. So sollte die richtige Menge Säure mit der richtigen Menge Süße abgestimmt sein.

Kann man die Persönlichkeiten von Menschen anhand ihres Getränkegeschmacks herausfinden?

Gewissermaßen schon! Ich habe die Erfahrung gemacht, dass Menschen in höheren Positionen – egal ob Mann oder Frau – eher zu kräftigen, oftmals herberen, trockenen Drinks tendieren, oft auf Ginbasis. Gäste, die zu den abgefahrenen Drinks mit Knoblauch, Pandanblättern, Essig, Zwiebeln oder Rote Bete greifen, sind experimentierfreudig, offen für Neues und oftmals in einem kreativen Job tätig. „Der Genießer“ nimmt sich gerne Zeit für seinen Drink. Für ihn darf der Drink gerne schwer, würzig und puristisch sein. Nach einem guten Essen verzichtet er auf ein Dessert und bestellt sich einen Klassiker, wie einen Old Fashioned, bestehend aus Whiskey, Zucker und Angostura Bitters. Und für das junge, weibliche Partyvolk ist die „Skinny Bitch“ kaum noch wegzudenken – Wodka, Limette und Soda sind low-sugar und absolut im Trend.

Was ist Ihr persönliches Lieblingsgetränk?

Mein Lieblingsdrink? Das ist immer abhängig von der Situation, vom Essen, vom Wetter. Es gibt zu jedem Anlass den passenden Drink. Müsste ich mich aber für einen einzigen Drink entscheiden, wäre es der „Negroni“. Ein puristischer, bittersüßer Aperitif, ohne viel Schnickschnack, bestehend aus: Gin, Campari, rotem Wermut zu gleichen Teilen und ein paar Orangenölen.

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