Grillen gehört zu den ältesten Methoden zur Verarbeitung von Lebensmitteln. Forscher konnten dies beweisen, indem sie versteinerte Fleischreste in der Holzkohle alter Feuerstellen vorgefunden haben. Doch woher kommt eigentlich die Bezeichnung „Barbecue“? Dazu gibt es zwei Theorien, die eine besagt, dass sie von einem haitianischen Indianerstamm herrührt. Übersetzt bedeutet der Begriff „einen Fleischspieß über dem Feuer braten“. Die zweite besagt, dass französische Trapper im 17. Jahrhundert ganze Bisons auf den Grill legten. Sie nannten das „Barbe-à-queue“, was so viel bedeutet wie „vom Bart bis zum Schwanz“.


Laut dem Grillkompass grillen 72 Prozent der Deutschen am liebsten im Garten mit einigem Abstand gefolgt vom Balkon. Der Großteil arbeitet ganz klassisch mit einem Holzkohlegrill, nur ein kleiner Teil grillt mit Gas. Grillen ist eine Männerdomäne, allerdings stehen schon etwa 25 Prozent der befragten Frauen am Grill, bei den Männern sind es laut Umfrage 79 Prozent. Diese klassische Verteilung sieht man auch daran, dass etwa 82 Prozent der Frauen für die Beilagen zuständig sind und mehr als die Hälfte der Männer für das Fleisch. Große Unterschiede beim Grillen gibt es allerdings auch in den Altersklassen: Bei den 18- bis 29-Jährigen greifen 47% auf bereits vormariniertes Fleisch zurück. Bei den 50- bis 65-Jährigen sind es nur 21 Prozent.

Ob es nun mit Holzkohle, mit Gas, ein Smoker, ein Pelletgrill oder ein Elektrogrill ist: Die Varianz ist groß und jeder kann für sich mit einer guten Beratung im Fachhandel den perfekten Grill finden. Ich wünsche Ihnen eine schöne Grillsaison, probieren Sie doch mal etwas Neues beim Grillen aus!


Aber nicht nur die Lebensmittel, die auf den Grill kommen, sind wichtig, sondern es gibt mittlerweile viele interessante Technik-Highlights auf dem Markt. Als Beispiel sind da die Oberhitzegrillgeräte zu nennen, die mit sehr hohen Temperaturen um die 800 Grad das Fleisch nur von oben rösten. Neu sind auch kompakte Grillgeräte, damit man selbst im Urlaub oder draußen im Park den perfekten Grillgenuss hat. Auch die Vernetzung hat nicht haltgemacht vor der Grillbranche. Möchte man beispielsweise einen Braten auf dem Grill zubereiten, aber nicht laufend nach dem Gargrad schauen, so kann man mithilfe von Thermometern, die sich mit Apps steuern lassen, die Temperatur kontrollieren. Auch das Reinigen von Grillrosten kann mittlerweile ganz einfach von einem Roboter erledigt werden, so muss man sich nach dem Grillen um nichts mehr kümmern. Ein weiterer interessanter Trend in der Grillbranche ist zum Beispiel der Dutch Oven. Ein gusseiserner Topf, der direkt in die Feuerstelle oder auf die glühenden Kohlen gestellt werden kann. Weiterhin ist die Plancha im Vormarsch, dies wird auch „Grillen wie die Spanier“ genannt. Dort wird auf einer Stahl- oder Gussplatte bei Temperaturen um die 300 Grad gegrillt. Es gibt verschiedene Zubereitungsarten. Zum einen das indirekte Grillen, bei dem die Temperaturen 130 bis 220 Grad betragen. Der Grillprozess ist mit dem eines Umluftofens zu vergleichen. Beim direkten Grillen liegt das Grillgut direkt über der Hitzequelle und es herrschen Temperaturen von bis zu 260 Grad. Zusätzlich gibt es noch zwei spezielle Zubereitungsarten. Zum einen das Plankengrillen, dort wird das Gargut im heißen Rauch indirekt auf einer Platte gegart. Zum anderen gibt es das Sizzeling, da wird das Fleischstück pro Seite weniger als eine Minute bei extremer Hitze gegrillt und dann bei einer niedrigeren Temperatur fertig gegart.


Nicht nur bei der Zubereitungsart gibt es Unterschiede, sondern auch bei den Grillgeräten. Bei der Auswahl eines Grills scheiden sich allerdings die Geister. Ob es nun mit Holzkohle, mit Gas, ein Smoker, ein Pelletgrill oder ein Elektrogrill ist: Die Varianz ist groß und jeder kann für sich mit einer guten Beratung im Fachhandel den perfekten Grill finden. Ich wünsche Ihnen eine schöne Grillsaison, probieren Sie doch mal etwas Neues beim Grillen aus!