Was war euer persönliches Highlight 2018?

Sascha: In diesem Jahr hat sich alles ums neue Album gedreht – das war also unser Highlight (lacht)

Alec: Viele, viele Monate – man, das war wirklich lange, wenn ich jetzt mal genauer drüber nachdenke.

Sascha: Ja, unglaublich. Fast 20 Monate haben wir uns Zeit genommen, neue Ideen zu sammeln und unseren typischen schnell entflammbaren Signature-Sound aus Rock, Country, Blues, ein wenig HipHop und Pop um einige völlig neue Elemente zu erweitern. Seit Januar haben wir fast jeden Tag an den Songs geschraubt.

Von 9 bis 18 Uhr – wie Bürohengste, nur eben im Studio?

Alec: Studiohengste quasi (lacht.) Nein, das ist ja das Schöne am Musikerleber – einen 9 Stunden Tag gibt es nicht.

Sascha: Dafür aber umso mehr Nachtschichten. Es gab schon Wochen, wo wir 15 Stunden und mehr im Studio waren.

Alec: An Sascha bleibt dabei aber die meiste Arbeit hängen. Er schreibt die Songs, produziert, mischt. Ich unterstütze natürlich so gut es geht.

Gab es kreative Tiefpunkte?

Sascha: Natürlich gab es Momente, wo ich weniger kreativ war. Das hatte hauptsächlich mit Ablenkungen zu tun – hier Liveshow, dort The-Voice-Aufzeichnung und natürlich möchte man auch Zeit mit der Familie verbringen. Doch dann kommt man wieder in den Flow, und dann läuft es.

Wann ist der Punkt, an dem ihr sagt: „Album fertig“?

Alec: Am Tag der Abgabe (lacht).

Sascha: Das ist ein schwieriger Moment, weil man an keiner Schraube mehr drehen kann. Wenn es ins Presswerk geht, ist die Arbeit getan, doch ein mulmiges Gefühl bleibt.

Alec: Und die große Frage: Wie kommt es bei den Fans an?

Sascha: Obwohl es das 8. Studioalbum ist, haben wir immer noch das Gefühl, es ist das erste.

Alec: Bisschen wie das Kind in die große, weite Welt schicken.

Alec & Sascha: (lachen beide).

Das „Kind“ ist gepresst – wie geht es jetzt weiter?

Alec: Wir haben eine Trucktour durch Deutschland gemacht, Radiosender besucht und ausgewählte Hörer zu einem kleinen, exklusiven BossHoss-Livekonzert eingeladen.

Sascha: Dafür haben wir einen Truck gekauft, den wir in einen fahrenden Saloon umgebaut haben – inklusive Bar und Bühne.

Dann kam am 26.10. der VÖ-Tag...

Sascha: ...und die Spannung stieg. Es ist schließlich drei Jahre her, seit wir das das letzte Mal erlebt haben und man weiß nie, was kommt – wie nehmen es die Fans auf, wie läuft das jetzt mit dem ganzen Streamen, etc. 

Das Album ist direkt auf Platz 1 der Album-Charts eingestiegen. Wie fühlt sich das an?

Alec: Sehr erleichternd. Das größte Geschenk ist es, wenn man realisiert, dass sich die harte Arbeit der letzten Monate gelohnt hat und die Fans das Album feiern.

Wo wir gerade beim Thema „Geschenke sind“ – Wie feiert ihr Weihnachten?

Sascha: Ich fahre mit meiner Familie nach Süddeutschland zu meinen Eltern. Da steht dann der große Weihnachtsbaum im Zimmer, die Mutter kocht lecker, an Heiligabend gibt es Geschenke und alles wird ein bisschen ruhiger und besinnlicher.

Alec: Der Klassiker also.

Sascha: Absolut. Ich genieße diese Zeit total. Besonders jetzt, wo man Kinder hat, ist Weihnachten schon ein besonderes Fest.

Alec: Und es ist ja auch die Zeit, wo mal ein bisschen Stillstand ist. Keine busy times, keine E-Mails – einfach mal die Seele baumeln lassen.

Was sind eure Lieblingsweihnachtssongs?

Sascha: Let it snow.

Alec: Bei mir läuft immer Dean Martin zu Weihnachten.

Wie haltet ihr es mit Geschenken?

Sascha: Ich schenke lieber, als beschenkt zu werden. Die Kinderaugen leuchten zu sehen, dieses Glück in ihren Gesichtern, das macht mich auch glücklich. Ich freue mich natürlich, wenn die Kinder mir etwas basteln oder malen und es dann ganz stolz überreichen.

Alec: Ich schließe mich an – leuchtende Kinderaugen sind das größte!

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