Die Sechser-Krappenfassung dieses Klassikers geht immer, in diesem Jahr aber besonders gut. Sechs Stege aus Edelmetall halten hierbei den Stein und verleihen dem Ring das Aussehen einer Krone. Bei der Fassung geht es aber auch extravaganter zur Sache, beispielsweise mit aufwendigen Spannring-Variationen, in denen der Diamant zu schweben scheint. Eine optische Aufwertung kann der zentrale Stein durch einen Saum kleinerer Brillanten erhalten. Besonders in Kombination mit farbigen „Fancy Diamonds“ ist das derzeit der Clou.

Neben Reinheit, Farbe und Schliff zählt beim Brillant die Größe. Die meistgekaufte Größe sind 0,2 Karat, aber auch der Halbkaräter liegt derzeit im erschwinglichen Bereich. Irgendwann einmal einen Einkaräter am Finger zu tragen, wünschen sich immer noch viele Frauen, am liebsten gefasst in Platin. Letzteres ist im Moment verhältnismäßig günstig. Auch wenn die Verarbeitung aufwendiger ist: Der Materialpreis für Platin liegt immer noch deutlich unter dem Goldpreis. 

Natur pur: Die Tahiti-Zuchtperle ist eine natürliche Schönheit und derzeit voll im Trend. Die reizvollen Südseegewächse aus Französisch-Polynesien haben es in diesem Jahr vielen Kreativen in der Schmuckbranche angetan. An Hals, Ohr, Arm und sogar als Ring ist das Farbspiel der dunklen Perlen ein echter Blickfang. Die besondere Faszination liegt in dem tiefen, metallischen Glanz in Verbindung mit einem breiten Farbspektrum. Im Untergrund sind sämtliche Grautöne möglich, die je nach Lichteinfall von Überfarben wie Grün, Blau oder Rot durch die Perlmuttbeschichtung „überschattet“ werden. Jede Zuchtperle ist dabei einzigartig und mit ihren kleinen Wachstumsmerkmalen ein dezentes und edles Unikat. Die Tahiti-Zuchtperle ist ein strahlendes und mysteriöses Schmuckstück, das mit seinem natürlichen Charme den Stil der Trägerin unterstreicht.

Mit ihrer natürlichen Ausstrahlung und dem unaufdringlichen „Understatement“ passt die Tahiti-Zuchtperle perfekt in den Zeitgeist. Ihr Farbenspiel ist außergewöhnlich und reicht in der Grundfarbe von hellem Anthrazit bis zu tiefem Schwarz. Experten sprechen von einem starken Lüster, das heißt, die Perle kann besonders gut Licht reflektieren und zeigt deshalb eine faszinierende Brillanz und ein einzigartiges Leuchten. Tahiti-Zuchtperlen wachsen in einer schwarzlippigen Perlenauster und werden bis zu 18 Millimeter im Durchmesser groß. Es gibt sie in unterschiedlichsten Formen wie rund, oval, barock und vielen mehr. Galt früher die perfekte „Kugel“ als Idealmaß, ist in diesem Jahr das unregelmäßige Rund schwer im Kommen. Während man die runde Form für Schmuck an jedem Trageort einsetzt, werden die natürlich-asymmetrischen Formen vorwiegend für Ohr-, Arm- und Halsschmuck verwendet. 

Wenn Frau es bunter treiben will, kann sie in diesem Jahr aus dem Vollen schöpfen. Farbedelsteine aus der ganzen Palette sind echte Stimmungsaufheller unterm Weihnachtsbaum. In Blau als Topas und Tansanit setzen sie kühl-elegante Noten. Der rare Tansanit – 1.000-mal seltener als der Diamant – wird nur in einem kleinen Gebiet am Fuß des Kilimandscharo gewonnen und ist deshalb heiß begehrt. Wenn es etwas mehr sein darf, empfiehlt sich der Aquamarin mit seiner blassen blauen Farbe mit leicht grünlicher Note. Turmaline sorgen gleich in mehreren Farben für bunte Weihnacht: Sie gibt es in allen Farben des Regenbogens. In diesem Jahr sind Paraiba-Turmaline ein Kassenschlager. Diese Edelsteine aus Brasilien und Mosambik haben mitunter einen einmaligen Farbmix aus dem strahlenden Blau des Karibischen Meeres und einem frischen Mintgrün – Herbstblues und Winterdepression haben da keine Chance mehr. Auch Citrine sorgen mit ihren gelborangen Farben in der kalten Jahreszeit für warme Gedanken. Der Mandarin-Granat setzt hier noch einen oben drauf und ist mit seinem angenehmen Orange ein Edelstein von sehr hoher Brillanz. 

Ob Diamant oder Edelstein: Beides kommt auch in Kombination mit Silber wieder gut an. Nach den Boomjahren von Sammelschmuck und Bettelbändern ist individueller, hochwertiger Silberschmuck in der Gunst der Frauen auf dem aufsteigenden Ast. Nicht nur weil man (oder Mann) hier auch bei kleinerem Geldbeutel häufiger einmal eine Freude machen kann. In 925er-Sterlingsilber, auch gelb- oder rosé-vergoldet, bietet das preiswerte Edelmetall erschwinglichen Luxus für den Alltag. Skandinavisches Design und puristische Formensprache werden als Silberschmuck 2017 häufig unter dem Weihnachtsbaum liegen.