Viel Bewegung an der frischen Luft ist gesund, und wer zu Fuß oder mit dem Rad unterwegs ist, sieht mehr von Land und Leuten – die Argumente für eine ausgedehnte Radtour durch eine schöne Gegend liegen auf der Hand.

Wenn es nur nicht so anstrengend wäre! Längst nicht jeder – und ab einem gewissen Alter wohl eher kaum noch jemand – hat Lust auf stundenlanges Strampeln und Schwitzen, auf Muskelkater und Minimalkomfort, wenn es um die nächste Urlaubsreise geht. Und wer sich beim Reisen mit Freunden oder in der Gruppe austauschen will, verstummt spätestens bei der dritten „Bergetappe“: Für lautes Sprechen quer über die Straße fehlt die Kraft.

In Zeiten, wo „60 das neue 40“ ist und es beim Urlaub immer weniger um das Entspannen, immer mehr um das Erleben geht, findet man allerdings auch am anderen Ende der Tourismusskala oft nicht mehr das Richtige. Zwei Wochen Vollpension mit ewigem Buffet und der immer gleichen Aussicht auf den Hotelpool oder streng getaktete Tagesausflüge in stickigen Bussen können es ja irgendwie auch nicht sein. Was tun?

Radfahren ist anstrengend, Rumliegen ist langweilig

Ganz einfach: Mit der Zeit gehen und das Beste aus beiden Welten vereinen. Mit einem modernen E-Bike radelt man komfortabel und vor allem niemals mehr, als man möchte – wenn es zu steil wird oder zu lange dauert, fährt das Fahrrad trotzdem weiter. Diese „Revolution auf zwei Rädern“ ist aber nicht nur einfach praktisch und bequem, sondern eröffnet auch prinzipiell ganz neue Möglichkeiten.

Reiseveranstalter, die die Idee verstanden haben, bieten heute Fahrradtouren durch die meisten der schönsten Gegenden der Welt an. Viele Strecken, die bisher nur für durchtrainierte Fahrradfans attraktiv beziehungsweise überhaupt zu bewältigen waren, können jetzt im Prinzip von jedermann beradelt und genossen werden. Die Angebote reichen von Kroatien bis nach Kuba, vom Gardasee
bis nach Thailand.

Unten smart, oben smart

Aber die „Smartness“ hört beim Vehikel nicht auf. Auch die Ausrüstung hat sich spektakulär weiterentwickelt. Und wenn man schon einen Fahrradhelm trägt – was zwar keine Pflicht, aber unbedingt zu empfehlen ist –, warum nicht von den neuesten Innovationen profitieren?

Der „Helm von heute“ – mit integrierten Lautsprechern, Mikrofon und Bluetooth-Funktion – ist nicht nur eine harte Schale, die den Kopf schützt, sondern ein regelrechter Reisebegleiter. Er kann sich mit dem Handy oder den Helmen anderer Reiseteilnehmer verbinden, GPS-Informationen direkt übermitteln und Radio empfangen.

Wer sich mit solchen „Gadgets“ eigentlich gar nicht auskennt, muss keine Angst haben. Ganz ähnlich, wie es für das Fahren mit dem E-Bike keiner großen Schulung bedarf, lässt sich auch ein „Smarthelm“ extrem intuitiv benutzen. Über eine Steuerung mit wenigen Knöpfen lassen sich alle Funktionen kinderleicht bedienen – der Blick bleibt auf der Straße und die Hände am Lenker.

So verbindet sich für die Reisenden das Nützliche mit dem Angenehmen, und wir sind wieder bei der perfekten Verbindung von „Naturerlebnis“ und komfortablem, zeitgemäßem Reisen, von der zu Beginn die Rede war. Klassische Reiseziele und die schönsten Gegenden der Welt besuchen – und gleichzeitig körperlich aktiv sein. Ausgedehnte Tagesetappen genießen – ohne auf Unterhaltung und Kommunikation verzichten zu müssen. Smart mit dem Rad reisen wird nicht ohne Grund immer beliebter.