Der Markt für Computerspiele boomt und gut ausgebildete Fachkräfte sind gefragt. Entsprechend vielfältig auch sind die Studiengänge im Bereich Gaming. Können Sie uns einen kurzen Überblick über diese geben?

Die Studienangebote „Game Art & 3D Animation“ und „Games Programming“ vermitteln alle technisch-handwerklichen Fertigkeiten, um erfolgreich in der Games-Branche durchzustarten. Während der Studiengang „Game Art & 3D Animation“ in erster Linie eine Kombination aus technischen und schöpferischen Inhalten vorsieht, um 3D-Modelle für die künstlerische Gestaltung von Spielen zu erschaffen, vermittelt der Studiengang „Games Programming“ neben branchenspezifischen Fähigkeiten, vielfältige Kenntnisse in den Bereichen klassische Informatik, Visualisierung und Entwicklung.

Wie viel Praxis kann ein Bewerber erwarten? Werden beispielsweise Praktika oder Projektarbeit in das Studium eingebunden?

Neben der Vermittlung eines fundierten Fachwissens, entfallen rund 75 Prozent der Wochenarbeitszeit auf praktische Übungen und projektbezogene Arbeiten. Zusätzlich gibt es eine Reihe an kostenlosen Seminaren und Workshops, die über das normale Studienprogramm hinaus die Möglichkeit bieten, bisherige Kenntnisse aus dem Studium zu erweitern und weitere Praxiserfahrung zu sammeln.

Die Verknüpfung von Wirtschaft und Studium sind wichtig. Welche Möglichkeiten gibt es hier?

Praxiserfahrungen sind das A und O. Um Studierenden bereits während ihrer Lehrzeit mögliche Karriereperspektiven zu eröffnen, gibt es an jedem unserer Standorte in Deutschland, Österreich und der Schweiz einen sogenannten Industry Relation & Career Coach (IRCC). Der IRCC ist mit potentiellen Arbeitgebern aus der Branche vernetzt und unterstützt unsere Studierenden aktiv beim Berufseinstieg und steht ihnen mit wertvollen Tipps zum Thema Karriereplanung zur Seite.

Darüber hinaus finden Berufstätige aus der Digital- und Medienwirtschaft im Masterprogramm “Professional Practice” ein berufsbegleitendes Studienangebot, um ihre bisherigen Berufserfahrungen und Kenntnisse auszubauen. Das Studium lässt sich flexibel ins Arbeitsleben integrieren und schließt nach 28 Monaten mit einem international anerkannten Masterabschluss ab.

Welche Fähigkeiten sollte man für die Arbeit in der Branche mitbringen? Reicht die Leidenschaft für Games alleine schon aus?

Ein gesunder Spieltrieb gehört auch zum Job. Die Leidenschaft und das Interesse an Spielen und bereits vorhandenes Verständnis von der Spielebranche sind deshalb immer von Vorteil. Eine kreative Ader, viel Phantasie sowie Spaß am Programmieren und entsprechende Soft Skills wie Einfühlungs- und Diskussionsvermögen sind ebenfalls wichtige Voraussetzungen, um in den Bereichen Game Art & 3D Animation oder als Games Programmer tätig zu sein.

Wie sehen die Karrierechancen nach dem Studium aus?

Inzwischen generiert die Spieleindustrie Millionenumsätze und ist Arbeitgeber für unzählige Fachkräfte weltweit. Auch in der deutschen Games-Branche hat sich die Zahl der Arbeitsplätze in den letzten zehn Jahren mehr als verdoppelt. Entsprechend gibt es gute Möglichkeiten, in der Branche Fuß zu fassen. Und neben klassischen Entwicklerstudios suchen auch immer mehr Unternehmen außerhalb der Spieleindustrie Talente mit Know-How aus der Spielewirtschaft.