Für diejenigen, die eSports nicht kennen. Bitte erklären Sie das kurz.

eSports ist elektronischer Sport, und das bedeutet, dass man beispielsweise am PC in verschiedensten Games gegeneinander antritt und ermittelt, wer der Beste in seiner Disziplin ist, und dafür gehört genau wie beim klassischen Sport viel Training und Disziplin dazu, um besser zu werden.

Wie sind Sie zum elektronischen Sport gekommen?

Eine längere Geschichte, jedoch fing alles an, als ich vor über 17 Jahren das erste Mal in ein Internetcafé gegangen bin, um dort eine Runde Starcraft zu spielen, und ich von einem sehr guten Freund und Cousin überzeugt wurde. Dort traf ich ein paar sehr gute Spieler, und schon war mein Ehrgeiz entfacht und ich wollte besser werden als sie.

Dadurch wurde ich später zu einem Profispieler und wurde ein paar Jahre später von GIGA eingeladen, um dort ein Turnier auszuspielen, das ich gewann. Einige Zeit später durfte ich dort mein Volontariat beginnen und wurde Moderator und Kommentator für Spiele, und heute bin ich hier.

Was hat Sie dazu bewegt, den HomeStoryCup ins Leben zu rufen?

Durch meinen Background als Spieler kannte ich einige Profis persönlich, und nachdem ich anfing von zu Hause mit einer Webcam Spiele aus meinem Wohnzimmer zu übertragen, fragte ich mich, wieso ich nicht einige der guten Spieler zu mir einlade und man sie live aus dem Wohnzimmer spielen sehen kann, während wir eine gute Zeit bei mir zu Hause haben und Spaß an dem, was wir lieben – Computerspiele. Und somit entstand der erste HomeStoryCup.

Was war Ihr schönster und aufregendster Moment in Ihrer bisherigen eSports-Karriere?

Definitiv der Gewinn der WWCL Finals auf der CeBIT, als ich im großen Finale auf der letzten Karte um Haaresbreite gewonnen habe und ein 20.000-Euro-Auto mit nach Hause nehmen durfte.

Was sind die Schattenseiten des eSports und was würden Sie ändern wollen?

Leider ist er an manchen Ecken immer wieder sehr unprofessionell und manch einer versucht, das schnelle Geld zu verdienen oder den Markt für seine Zwecke auszunutzen. So gab es schon größere Veranstaltungen, die dem eSport sicherlich nicht geholfen haben, vielmehr noch geschadet. Das zu unterbinden, wird aber Status quo immer noch recht schwierig.

Wie sieht die Zukunft von eSports aus?

eSports wächst rasant und der Markt wird gerade mit vielen Geldern überspült, und ich hoffe, dass er sich in naher Zukunft sondiert und stabil wird und es keine zu große Blase geben wird. Denn nicht immer ist das Geld das wert, was man sich von Aktivitäten erhofft, aber auf der anderen Seite auch teilweise wesentlich mehr. Momentan sehe ich nach wie vor eine gute Entwicklung.

Die koreanische Starcraft-Szene hat im letzten Jahr einige Rückschläge erleiden müssen und weltweit sinken die Zuschauerzahlen. Wie bewerten Sie die aktuelle Situation von Starcraft II?

Starcraft II hat einen schweren Stand, was die große Masse angeht, und die Zahlen sind auch rückläufig, dennoch gibt es einen großen harten Kern, die treuen Fans, und diese sind wunderbar. Solange es diesen Kern gibt, wird es immer eine Daseinsberechtigung geben. Dazu kommt, dass immer ein Platz für ein Strategiespiel da sein wird.

Worüber würden Sie sich mehr freuen: Starcraft III oder Warcraft IV?

Tatsächlich eine schwere Frage für mich, jedoch habe ich sie mir schon vor einiger Zeit beantwortet. Definitiv Warcraft IV, da ich dort viele schöne Momente als Spieler hatte.

Für welches Weltuntergangsszenario fühlen Sie sich am besten vorbereitet? Eine Naturkatastrophe, eine Alieninvasion, Zombies oder einen tödlichen Virusausbruch? Und warum?

Das hört sich alles nicht so an, als ob ich dafür gut vorbereitet wäre. Ich denke, dass ich die Zombies nehmen würde, da mir mittlerweile genügend Serien und Filme gezeigt haben, wie man überleben kann.