Ein Vier-Graustufen-Bildschirm kombiniert mit einem schwachbrüstigen Prozessor: Der Nintendo Game Boy war wahrlich kein Wunder der Technik, aber er machte süchtig und der sparsame Batterieverbrauch sowie die geringen Kosten erwiesen sich als entscheidende Vorteile. Vor nunmehr 29 Jahren – am 21. April 1989 – trat der kultige Spielkasten von Japan aus seinen Siegeszug um die Welt an und sorgte für eine mobile Revolution: Die Videospielwelt war den heimischen vier Wänden endlich entwachsen.

Heute – knapp drei Jahrzehnte später – hat sich das japanische Unternehmen mal eben neu erfunden und ist mit der Nintendo Switch zu seinen erfolgreichen Wurzeln zurückgekehrt. Die innovative Switch ist stationäre Konsole und Handheld zugleich. Eine mutige Entscheidung, zumal die Ära der mobilen Konsolen längst als beendet galt und der legitime Erbe – das Smartphone – bereits mit den Hufen scharrt.

Bei der Vorstellung des iPhones im Jahre 2007 konnte wohl noch niemand ahnen, welche große Bedeutung Smartphones für den Spielemarkt haben werden. Inzwischen dient das Multifunktionswunder den weltweit 2,32 Milliarden Nutzern nicht nur als Telefon, sondern eben auch als Spielzeug. Besonders die sogenannten Casual Games – Spiele für den kurzen Spaß zwischendurch – erfreuen sich größter Beliebtheit und eilen von einem Verkaufsrekord zum nächsten.

Doch auch abseits von Smartphones und Konsolen hat sich viel getan. Längst hat das Notebook dem Desktop-PC als beliebteste Gaming-Plattform den Rang abgelaufen. Ganze drei von vier Gamern daddeln gerne am Laptop, und nur jeder zweite setzt sich vor den Desktop-PC. Die ehemals als laut, klobig und hässlich verschrienen Gaming-Notebooks haben einen Wandel vollzogen und schaffen mittlerweile den Spagat zwischen Mobilität und Performance.

Ob Konsole, Smartphone oder Notebook – die mobile Spielwelt hat ihren festen Platz in der Gesellschaft gefunden.

Zuletzt konnte NVIDIA mit dem Max-Q-Konzept dem Klapprechner eine Frischzellenkur spendieren. Dieses beinhaltet eine deutlich kompaktere Designphilosophie, ermöglicht durch äußerst sparsame und dennoch leistungsstarke Varianten der Grafikchips GTX 1060, 1070 und 1080. Auch softwareseitig ist man immer mehr darauf bedacht, durch intelligente Lösungen das Maximum aus den mobilen Geräten herauszukitzeln. So hat NVIDIA für den WhisperMode weit über 400 Spiele analysiert und ist nun in der Lage – mittels angepasster Framerate und fein justierter Spieleinstellungen – eine angenehme Laufruhe beim Zocken zu garantieren.

Leistung, Mobilität und natürlich der Geldbeutel diktieren die Anforderungen an das Gaming-Notebook. Um den unterschiedlichen Ansprüchen möglichst gerecht zu werden, bieten Hersteller wie das kalifornische Unternehmen Razer eine außerordentlich breite Produktpalette an. Angefangen bei dem ultraportablen Blade Stealth mit 13 Zoll bis hin zu dem enorm performanten 17-Zöller Blade Pro – der selbst 4K-Gaming ermöglicht – umfasst das Angebot von Razer eine Vielzahl von Optionen. So kann man zwischen Mobilität und Rechenkraft abwägen und höchstpersönlich entscheiden, wie das Traumnotebook auszusehen hat. Für Gamer, die auf die Vorteile eines stationären PCs nicht verzichten wollen, hat der findige Hersteller ebenfalls einen Ausweg parat. Die externe Grafikkartenlösung Razer Core V2 verwandelt das leichte Ultrabook blitzschnell in ein Gaming-Monster und bietet somit das Beste aus zwei Welten. Sogar vor dem hart umkämpften Smartphonemarkt schreckt der Peripheriegigant nicht zurück. Das weltweit erste Smartphone mit einem 120-Hertz-UltraMotion-Display trägt den schlichten Namen Razer Phone und wurde speziell zum Zocken konzipiert. Aber auch wenn Gaming das Steckenpferd des Hightechgeräts ist, könnte man es genauso gut als Entertainmentspezialisten bezeichnen. So lädt die Unterstützung für HDR und Dolby Digital Plus 5.1 regelrecht zum Binge-Watching auf Netflix ein. Ob Konsole, Smartphone oder Notebook – die mobile Spielwelt hat ihren festen Platz in der Gesellschaft gefunden und dem geneigten Gamer eröffnen sich mehr Möglichkeiten als je zuvor.