Information

Lesen Sie mehr auf schule-der-vielfalt.org

Schule der Vielfalt wurde vor acht Jahren aufgrund der Berichte von Diskriminierungs- und teilweise auch Gewalterfahrungen gegenüber Lesben und Schwulen im Schulbereich gegründet. Zum einen bleiben Lesben, Schwule, Bi und Trans*-Personen häufig unsichtbar und die Diskriminierung gegenüber vermeintlich nicht Anwesenden bleibt dann eher unerkannt.

Seit dem 17.05.2015 gibt es Schule der Vielfalt auch bundesweit – mit Ansprechpersonen in 14 der 16 Bundesländer

Zum anderen werden Akzeptanzmaßnahmen für diese Gruppe seltener konkret eingefordert. LSBTI*Q-Jugendliche und –Erwachsene machen im Bildungsbereich die Erfahrung, dass der Aspekt von sexueller und geschlechtlicher Vielfalt stark tabuisiert ist. Werden Fortbildungs- oder Sensibilisierungsmaßnahmen zu Diversität durchgeführt, so wird vielfach Homo- und Trans*phobie „vergessen“.

Deshalb berät Schule der Vielfalt Fach- und Schulleitungen, bildet Lehrkräfte fort und stellt für den Unterricht aufbereitete Materialien bereit. Außerdem bietet es ein Netzwerk von Schulen, das sich nachhaltig und öffentlich sichtbar gegen die Tabuisierung von bestehenden Diskriminierungen einsetzt. Dabei lebt Schule der Vielfalt vom Mitmachen!

Die Initiative dazu kann von einzelnen Schüler(innen), Eltern oder Lehrkräften kommen. Um Projektschule zu werden, wird ein Beschluss der Gesamt- bzw. Schulkonferenz benötigt. In dem Beschluss wird auch den Qualitätsstandards als zukünftige Projektschule zugestimmt. Projektschulen haben Modellcharakter. Sie unterschreiben eine Selbstverpflichtungserklärung, sind zur Teilnahme an den Vernetzungstreffen verpflichtet und führen Fortbildungen zu den Themen Homo- und Trans*phobie für Lehrkräfte und Schüler(innen) durch.

Ein wichtiges Element der Selbstverpflichtung ist zudem das öffentlich sichtbare Anbringen des Schildes „Come in – wir sind offen“. Das Schild ist für nicht wenige Schulen auch heute noch eine Hürde, die Überzeugungsarbeit bei einem Teil der Schulleitungen, Kollegien, Eltern und Schüler(innen)schaft verlangt.

Am Netzwerk teilnehmende Projektschulen behaupten nicht, sie seien eine Schule, an der es keine Diskriminierung zum Beispiel aufgrund der Herkunft, der sexuellen oder geschlechtlichen Identität, des Geschlechts, der Religion oder aufgrund von Behinderungen gäbe/geben würde.

Vielmehr haben sie den Anspruch, sich bewusst mit diesen gesellschaftlich tief verwurzelten Problemen von Diskriminierungen bewusst und nachhaltig auseinanderzusetzen. Für das Projekt sind diese Ansätze zur Akzeptanz wichtige Aspekte für einen respektvollen Umgang und ein gutes Schulklima.

Die Beratungsarbeit wird in Nordrhein-Westfalen seit 2012 durch die Kooperation mit dem Schulministerium unterstützt. Und seit dem 17.05.2015 gibt es Schule der Vielfalt auch bundesweit – mit Ansprechpersonen in 14 der 16 Bundesländer.

Diese freuen sich über eine Kontaktaufnahme von Eltern (auch aus Regenbogenfamilien), der Schüler(innen)vertretung einer Schule, einzelnen Schüler(innen)oder Lehrkräften.