Sie haben die SMILE-Methode mitentwickelt und erfunden. Wie viel Zeit hat dieser Prozess in Anspruch genommen?

Herr Professor Blum, Chefarzt an der Helios Klinik in Erfurt, und ich haben zunächst etwa drei Jahre gebraucht, um das Verfahren so weit zu entwickeln, dass wir uns sicher waren, dass die SMILE-Methode auch wirklich gut funktioniert.

Die Vorteile der SMILE-Operation bestehen in erster Linie in der Kleinschnitt-Technik, die in der Folge zu weniger trockenen Augen und stabileren Ergebnissen führt.

Der jetzige Stand der SMILE-Operation – mit einem zwei bis drei Millimeter kleinen Schnitt und einer extrem kurzen OP-Dauer zwischen 26 und 29 Sekunden – hat noch weitere fünf Jahre gebraucht.

Dies hängt zum Teil auch mit der Entwicklung des 500-kHz-VisuMax-Femtosekundenlasers zusammen.

 

Somit kann man feststellen, dass die Entwicklung insgesamt rund acht Jahre dauerte, bis die SMILE-Operation besser als die gängige Lasik-Operation wurde.

Was sind die Vorteile dieser Methode für den Patienten?

  • Präzise Korrektur – auch bei starker Fehlsichtigkeit
  • Minimalinvasiv, die Strukturen der Hornhaut werden nur gering beschädigt
  • Extrem kurze Behandlungszeit
  • Geruch- und geräuschlos

Die Vorteile der SMILE-Operation bestehen in erster Linie in der Kleinschnitt-Technik, die in der Folge zu weniger trockenen Augen und stabileren Ergebnissen führt. Alle Probleme, die wie bei der Lasik-OP durch die Präparation des Hornhautdeckelchens entstehen, gibt es einfach nicht mehr: Das sind natürlich wissenschaftliche Gründe.

Für den Patienten selbst scheint ein hoher Komfort nach der Operation ausschlaggebend zu sein, weil das nach einer Lasik-OP über einige Stunden bestehende Fremdkörpergefühl nach der SMILE-Methode nahezu nicht mehr vorhanden ist. Auch die Rückkehr zu gewohnten Aktivitäten wird von Patienten sehr geschätzt.

Wie viele Patienten haben Sie schon mit der SMILE-Methode gelasert?

Ich schätze, etwa über 1.000 SMILE-Operationen eigenständig durchgeführt zu haben, wobei viele davon natürlich auch noch im Rahmen von Entwicklungsstudien gemacht wurden. Bei extrem niedrigen Dioptrienwerten, also unter minus einer Dioptrie, biete ich SMILE-Operationen nicht gerne an.

Auch bei krankhaft veränderten Hornhäuten, bei denen man auch keine anderen Laseroperationen machen würde, sollte man SMILE trotz ihrer Vorteile nicht einsetzen. Ansonsten ist die SMILE bei Smile Eyes eindeutig die am häufigsten durchgeführte refraktive Laseroperation.

Gibt es mittlerweile Neuerungen bei dieser Methode?

Während die im Jahre 2010 von Herrn Professor Blum und mir durchgeführte erste Studie zur Behandlung der Weitsichtigkeit eher enttäuschende Ergebnisse brachte, zeigte die zweite Studie vor rund zwei Jahren gute refraktive Ergebnisse, sodass wir zum jetzigen Zeitpunkt mit der Phase 2 der zweiten Studie fortfahren.

Hier behandeln wir nicht nur die Weitsichtigkeit, sondern auch die Kombination aus Weitsichtigkeit und Hornhautverkrümmung. Ich bin der festen Überzeugung, dass wir innerhalb eines überschaubaren Zeitraumes die SMILE-Methode auch den weitsichtigen Menschen werden anbieten können.