„Sie war schön. Aber nicht wie die Frauen in den Zeitschriften. Die Art, wie sie dachte, war schön. Sie war schön wegen des Glitzerns in ihren Augen, wenn sie über etwas sprach, das sie liebte. Sie war schön, weil sie fähig war, andere zum Lächeln zu bringen, selbst wenn sie traurig war. Nein, sie war nicht schön aufgrund von vergänglichen Zuständen, wie die ihres Aussehens. Sie war schön bis auf den Grund ihrer Seele.“

Dieses Zitat von F. Scott Fitzgerald bringt es wunderbar auf den Punkt, was auch für mich beim Thema Schönheit am wichtigsten ist. Nicht kalte Perfektion und unnatürliche Makellosigkeit sind es, sondern der Mensch in seiner Gesamtheit. Schönheit hat viel mit der inneren Haltung zu tun, mit unserer Gedankenwelt, unserem Weltbild und besonders auch mit unserem Selbstwertgefühl.

Schönheitsideale wandeln sich, von Kultur zu Kultur und im Zeitablauf sowieso. Für mich ist das gewisse Etwas – die Ausstrahlung – viel wichtiger als reine Äußerlichkeiten. Die vergehen mit den Jahren. Was bleibt, ist das Charisma, die Wirkung auf Menschen – ganz unabhängig vom Alter. Und wie auch verschiedene Studien zu diesem Thema zeigen: Wahre Schönheit kommt nun einmal von innen.

Wer sich selbst so annehmen kann, wie er ist, wird daraus Selbstvertrauen beziehen.

Wahrlich zweischneidig ist dabei die Wechselwirkung zwischen Schönheit und Selbstwertgefühl. Wer seinen Selbstwert alleine aus seinem Aussehen bezieht, wird wohl zwangsläufig eine Enttäuschung erleben. Denn der Zahn der Zeit ist in der Regel unerbittlich und der Kampf um die ewige Jugend wohl genauso aussichtslos wie kostspielig und riskant. Denn wer kennt nicht die prominenten Beispiele misslungener Schönheitsoperationen? Andererseits wirkt sich mangelndes Selbstwertgefühl auch negativ auf die eigene äußere Erscheinung und die Wahrnehmung durch andere Menschen aus. Es ist, kurz gesagt, unattraktiv und unsexy.

Umso wichtiger ist es, dass wir dem permanenten medialen Druck widerstehen und zuallererst gut zu uns selbst sind. Dass wir auf uns achten und gut auf unser Äußeres, vielmehr aber auf unser Inneres aufpassen. Und uns natürlich entsprechend pflegen. Eine gepflegte, gelebte Falte sieht in meinen Augen schön aus. Sie kleidet den Menschen, sie zeigt die Spuren des Lebens. Spuren, die verraten, wer wir sind.

Was wir durch- und erlebt haben, was wir denken, was wir fühlen. Wer sich selbst so annehmen kann, wie er ist, wird daraus Selbstvertrauen beziehen und diesen Eindruck auch bei anderen Menschen hinterlassen. Wie es die unsterbliche Whitney Houston in einem meiner Lieblingssongs ausgedrückt hat: „The greatest love of all is easy to achieve. Learning to love yourself.“

Selbstverständlich gibt es trotzdem den einen oder anderen Kniff, um das eigene Aussehen zu unterstützen. Als Beauty-PR-Expertin sind mir natürlich zahlreiche Angebote auf diesem Gebiet bekannt, doch am Ende des Tages kommt es tatsächlich darauf an, ob wir authentisch sind.

Ich bewege mich viel, gehe oft in die Berge wandern, schaue, dass ich mich nicht im Alltagsstress verliere und regelmäßig Pilates mache. Auch schwöre ich auf das Face Yoga von Eva Steinmeyer, der Gründerin von A4 Cosmetics. Auch die Gesichtsmuskulatur will trainiert werden. Denn wenn die Konturen mit zunehmendem Alter „flöten gehen“, finde ich das nicht schön!