Ist es, denn „K-Beauty“, wie die koreanische Kosmetik mittlerweile gerne genannt wird, bietet einige Vorteile. Vielleicht etwas nüchtern, aber nicht unwichtig: Viele Produkte sind zu einem erstaunlich günstigen Preis zu haben. In Asien haben Pflegeprodukte einen höheren Marktanteil als dekorative Kosmetik (in Europa und den USA ist es genau umgekehrt), Pflege ist wichtig, wird ernst genommen und entsprechend viele Produkte werden gekauft. Das spiegelt sich dann in der Konkurrenz der Unternehmen wider – und natürlich bei den Preisen. In Deutschland sind die Produkte durch den Import teurer, aber weit entfernt von Luxuspreisen.

Diese Vielfalt spiegelt sich aber nicht nur in der schieren Anzahl der kaufbaren Produkte wider, sondern auch bei der Innovation. Bei koreanischen Firmen stehen Forschung und Produktentwicklung an erster Stelle, und so gibt es ständig innovative neue Produkte. Wer erinnert sich noch an die BB-Creams? Der Trend aus Korea wurde damals aufgegriffen, derzeit gibt es viele europäische Varianten von Tuchmasken und Make-up-Cushions.

Genauso vielfältig sind die Inhaltsstoffe, die verwendet werden: von Ginseng über Pflanzenextrakte bis zum berühmten Schneckenschleim. Wobei ich die Bezeichnung „Snail Secret“ bevorzuge, hört sich doch gleich viel freundlicher an, oder?

Aber all das ist nicht DAS Argument. Sondern die strahlende, reine und von Feuchtigkeit pralle Haut. Denn genau das verspricht K-Beauty.

Der Weg dorthin geht über eine Pflegeroutine mit diversen Produkten, die auf den ersten Blick kompliziert, aber auf den zweiten Blick doch sehr logisch ist.

Los geht es mit einer gründlichen, aber milden Reinigung in zwei Schritten: zunächst mit einem Reinigungsöl oder Balm zur Entfernung alles Fettlöslichen, danach ein Reinigungsgel für alles andere. Auf die gründlich gesäuberte Haut kommen nun zunächst alle Produkte, die „sauer“ sind beziehungsweise einen niedrigen pH-Wert haben: Seren mit Vitamin C oder Produkte mit Fruchtsäuren.

Danach kommt das eigentliche Geheimnis von K-Beauty: Feuchtigkeit satt plus Wirkstoffe. Im Extremfall können das First Essence, Toner, Essence, Tuchmaske, Serum (auch mehrere mit unterschiedlichen Wirkstoffen) und Creme sein. Wer es einfacher mag, trägt den Toner in bis zu sieben Schichten übereinander auf (auch als Seven-Skin-Methode bekannt), danach ein Serum und eine Creme. Das Ziel: der Haut möglichst viel Feuchtigkeit zuführen. Denn dann sieht sie nicht nur prall aus, sondern reflektiert auch das Licht besser – der Glow-Effekt.

Daneben wird Sonnenschutz sehr ernst genommen, eine helle Haut ohne Pigmentflecken ist das Ziel, und die tägliche Verwendung von Produkten mit sehr hohem Sonnenschutzfilter ist Standard in Korea. So ganz nebenbei schützt das auch vor Falten.

Wer Lust bekommen hat, sich an koreanische Kosmetik heranzuwagen, findet mittlerweile einige (deutsche) Onlineshops und in München auch Shops mit einem großen Angebot.

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Mehr über Irit Eser finden Sie auf iriteser.de.