Da die Behandlung direkt vor Ort erfolgt, genügen kleinste Dosen. Die Wirkstoffe gelangen kaum in den Blutkreislauf, sodass Nebenwirkungen weitestgehend ausbleiben.

Anwendung findet die Mesotherapie im kurativen Bereich sowie im Anti-Aging und in der Ästhetischen Medizin, wo sie jene Bereiche abdecken kann, für die ein ästhetisch-chirurgischer Eingriff verfrüht oder zu aufwendig ist.    

Hierzu zählt auch die Behandlung des Haarausfalls, ein Problem, das durchschnittlich jeden zweiten Mann, aber auch viele Frauen betrifft und meist mit einem hohen Leidensdruck einhergeht. Haarausfall kann verschiedene Ursachen haben und ist meist erblich oder hormonell bedingt.

Auch Faktoren wie Stress, Nährstoffmangel oder bestimmte Krankheiten können Haarausfall verursachen.

Beim erblich bedingten Haarausfall liegt eine Überempfindlichkeit der Haarwurzel gegen das körpereigene Dihydrotestosteron vor. Dieses wirkt stark wachstumshemmend, die Haarwurzeln bekommen nicht mehr genug Nährstoffe, die Wachstumsphase verkürzt sich und das Haar fällt aus. Typische Zeichen sind die Geheimratsecken oder eine Mönchstonsur bei Männern und eine Verdünnung des Scheitels bei Frauen.

Hormonell bedingter Haarausfall zeigt sich vor allem bei Frauen nach einer Geburt (postpartale Alopezie) oder im Klimakterium. Zwischen dem 50. und 70. Lebensjahr verlieren Frauen etwa 20 Prozent ihres Haupthaares, ihr Haar nimmt an Volumen und Stärke ab.

Zur Behandlung des Haarausfalls wird in der Mesotherapie (Mesohair) ein Revitalisierungscocktail aus Biorevitalizer, unter anderem Dexpanthenol, Biotin, Coenzym Q10, Thymusextrakt oder speziellen Wirkstoffkomplexen verabreicht. Der Cocktail wird direkt im haarfreien Bereich epidermal eingebracht oder etwa zwei bis vier Millimeter tief injiziert.

Durch Diffusionsprozesse verteilen sich die Wirkstoffe im gesamten Haarbereich. Werden homöopathische Wirkstoffe zugegeben, können auch Störungen der Kopfhaut wie Schuppen oder Seborrhoe mitbehandelt werden.

Die Wirkstoffe stimulieren und regenerieren die Haarwurzeln, regen die Blutzirkulation an und fördern die Vitalstoffzufuhr. Der Haarausfall wird verlangsamt, die Haarqualität verbessert und – falls Haarwurzeln noch vorhanden sind – ein erneutes und anhaltendes Wachstum gefördert. Zusätzliche Maßnahmen wie Tinkturen oder Nahrungsergänzungsmittel sind nicht erforderlich.

Mesohair wird in drei Phasen verabreicht: einer Aufsättigungsphase mit sechs Sitzungen im wöchentlichen Abstand, einer Übergangsphase mit drei Sitzungen alle zwei Wochen und der abschließenden Erhaltungsphase mit Terminen je nach Bedarf, zum Beispiel im monatlichen Abstand.

Wiederholt durchgeführte Untersuchungen zeigen in über 80 Prozent der Behandlungen:

  • Verringerung des Haarausfalls ab der dritten Behandlung
  • Nachwachsendes gesünderes und volleres Haar nach zwei bis drei Monaten
  • Auch gering ausgeprägte Formen des kreisrunden Haarausfalls lassen sich behandeln.

Da Haarwurzeln ohne Nährstoffzufuhr mit der Zeit zugrunde gehen, ist eine frühzeitige Behandlung wichtig. Bei starker Autoimmunaktivität, zum Beispiel Alopecia areata (sub)totalis, langjähriger Glatzenbildung oder abgestorbenen Haarwurzeln kann Mesohair nicht helfen.

Nebenwirkungen sind bei fachgerechter Anwendung durch einen Arzt oder Heilpraktiker extrem selten. Das Infektionsrisiko an der Kopfhaut ist sehr gering.

Informationen zur Mesotherapie und zu Mesohair: www.mesotherapie.org