Dies verdeutlichen Ergebnisse einer aktuellen Umfrage im Rahmen des Ästhetik-Tages.

Der Ästhetik-Tag fand am 20. Juli, in München statt, hier wurde die Studie vorgestellt. In Vorträgen mit führenden Experten wurde gezeigt, in welchen Formen man das Potenzial im Bereich der ästhetischen Anwendungen besser ausschöpfen kann.

Rund 2.500 deutsche Frauen und Männer, insgesamt circa 12.000 europaweit, wurden zu ihrer Einstellung gegenüber ästhetischen Behandlungen im Gesicht befragt. Hieraus resultierte, dass 16 Prozent der Befragten in Deutschland solchen Behandlungen offen gegenüberstehen, jedoch nur 4,6 Prozent lassen sich tatsächlich behandeln. Eine relevante Hürde scheint dabei die Kontaktaufnahme zur Praxis zu sein, denn nur 5,8 Prozent der Teilnehmer entscheiden sich für eine direkte Kontaktaufnahme. 

Gründe hierfür scheinen zum Beispiel die Angst vor Gefahren und der Seriösität der Praxis zu sein. Die Überzeugungsarbeit beginnt demnach schon vor dem ersten persönlichen Kontakt auf der Website des praktizierenden Arztes. Viele der von den Befragten geäußerten Bedenken lassen sich durch eine zielgruppengenaue Aufklärung und die „richtigen“ Informationen auf der Website sowie im Folgenden in einem dem Patienten angepassten Gespräch aufheben.

Laut der Umfrageergebnisse haben 35 Prozent der Gesichtsästhetikpatientinnen bereits mindestens einmal die Praxis gewechselt. Einer der Hauptgründe hierfür ist die Unzufriedenheit mit dem Ergebnis. Daher ist eine umfassende Aufklärung über die passende Behandlung sowie die Steuerung der zu erwartenden Ergebnisse von großer Bedeutung. Die hohe Rate an Praxiswechslern zeigt auch, wie wichtig es ist, dass die Erwartungen der Patienten bereits bei der ersten Behandlung erfüllt werden.

Worauf Sie bei der Auswahl Ihres Facharztes achten sollten Fachpersonal

Eine gesetzlich zugelassene Schönheitsklinik oder -praxis muss bestimmte personelle Anforderungen erfüllen, wie Leitung durch einen auf die Behandlung spezialisierten Arzt sowie ein geschultes Pflegepersonal.

Hygienestandards

Die Erfüllung von Hygienestandards muss dokumentiert sein. Regelmäßige Kontrollen der hygienischen und technischen Qualität müssen durch staatliche Aufsichtsbehörden stattfinden.

Beratung

Das Erstgespräch sollte in einer vertrauenswürdigen Umgebung mit ausreichend Zeit für alle aufkommenden Fragen stattfinden. Die Patienten werden ohne Nachfrage über alle Risiken und mögliche Komplikationen aufgeklärt.

Bereits bei diesem ersten Beratungsgespräch sollten Patienten ihren Behandler fragen, welche Produkte er einsetzt, mit welchem Unternehmen er arbeitet und warum er diese Wahl getroffen hat. Hierdurch lässt sich direkt Vertrauen zum Behandler und in seine Fachkenntnisse aufbauen.

Zertifizierungen

Vorhandene Zertifizierungen: Die Klinik/Praxis muss nachweisen, dass Qualitätsmanagement, Qualitätsstandards und Prozesse verbindlich definiert und konsequent umgesetzt werden.