Welche Behandlungen sind in diesem Jahr besonders gefragt? Wie alt sind Patienten, die eine ästhetisch-plastische Operation vornehmen lassen? Inwiefern unterscheiden sich männliche und weibliche Patienten?

Und vor allem: Was ist Patientinnen und Patienten im Zusammenhang mit einer ästhetisch-plastischen Behandlung besonders wichtig? Worauf achten sie bei der Arztwahl und was erhoffen sie sich von einem Eingriff? Auf diese und viele weitere Fragen gibt die DGÄPC-Patientenbefragung Antwort.

Die beliebtesten ästhetisch-plastischen Operationen

Wie in den vergangenen Jahren steht die Brustvergrößerung mit Implantat auf dem ersten Platz der beliebtesten ästhetisch-plastischen Operationen. Mit einem Anteil von 17,8 Prozent konnte sie im Vergleich zum Vorjahr (15,4 Prozent) sogar deutlich zulegen. Auf den Plätzen zwei und drei folgen mit der Lidstraffung (13,3 Prozent) und der Fettabsaugung (10,4 Prozent) zwei weitere Klassiker der Ästhetisch-Plastischen Chirurgie. Einen leichten Zuwachs verzeichnet das Facelift, die Beliebtheit der übrigen Eingriffe blieb im Vergleich zum Vorjahr stabil oder ging leicht zurück.

Altersentwicklung der Patienten

Bei der Altersstruktur setzt sich ein Trend der vergangenen Jahre fort: Patienten werden immer älter. Während die Gruppe der 18- bis 30-Jährigen, die in den letzten Jahren den Großteil der Patienten ausmachte, nun mit einem Anteil von 24,5 Prozent nur noch knapp vorn liegt, nehmen alle Altersgruppen über 40 Jahre deutlich zu. Dies wirkt sich auch auf den Altersdurchschnitt der Patienten insgesamt aus: Mit 42,5 Jahren sind sie 2015 durchschnittlich fast zwei Jahre älter als noch 2014 (40,8 Jahre). Übrigens sind männliche Patienten mit 44,4 Jahren durchschnittlich mehr als zwei Jahre älter als weibliche (42,2 Jahre).

Geschlechterverteilung: weniger Männer

Im Vergleich zu 2014 (14,7 Prozent) ging der Anteil männlicher Patienten in der Ästhetisch-Plastischen Chirurgie 2015 leicht zurück. Da sich Männer für andere ästhetisch-plastische Behandlungen interessieren als Frauen, werden immer wieder unterschiedliche Angaben zum Männeranteil gemacht: In Kliniken, die sich auf Lidkorrekturen oder Facelifts spezialisiert haben, kann der Anteil männlicher Patienten sehr viel höher sein als in Kliniken, deren Schwerpunkt in der ästhetischen Brustchirurgie liegt.

Bedeutung der Nachsorge

Eine gründliche Beratung im Vorfeld und nicht zuletzt eine gewissenhafte Vor- und Nachsorge sind entscheidende Kriterien für den Erfolg einer ästhetisch-plastischen Behandlung. Inwiefern Patienten auf die Gewährleistung einer guten Nachsorge achten, machen die Ergebnisse der DGÄPC-Patientenbefragung deutlich: Fast 90 Prozent der Befragten erachten die Erreichbarkeit des Operateurs für die Nachsorge als wichtig oder sehr wichtig. Bei weiblichen Patienten ist die Sensibilität für dieses Thema noch etwas ausgeprägter als bei männlichen.

Hohes Risikobewusstsein

Ästhetisch-plastische Operationen sind medizinische Eingriffe mit allen damit verbundenen Risiken. Erstmals fragte die DGÄPC die teilnehmenden Patienten in diesem Jahr, ob sie sich bereits über mögliche Komplikationen der von ihnen gewünschten Behandlung informiert hätten. Obwohl viele der Befragten zum Zwecke einer Erstaufklärung in der Praxis waren, als sie sich an der Befragung beteiligten, hatte sich die große Mehrheit bereits gut vorbereitet: 71,8 Prozent der männlichen und 80,0 Prozent der weiblichen Patienten gaben an, sich über mögliche Risiken des Eingriffs informiert zu haben.

 

 

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