Ein wesentlicher Bestandteil der Brustkrebstherapie ist daher die Wiederherstellung der weiblichen Brust. In 70 Prozent der Fälle kann eine brusterhaltende Therapie (BET) erfolgen, bei der lediglich der Tumor entfernt wird. Diese Therapie ist allerdings abhängig von der Größe und Art des Tumors sowie von Brustform und -größe.

Ist eine BET nicht möglich, muss das Drüsengewebe vollständig entfernt werden (Mastektomie). Daher sollte mit jeder erkrankten Frau die Möglichkeit der Brustwiederherstellung erörtert werden.

In der Regel kann die Wiederherstellung der Brust in einer Operation zusammen mit der Drüsenentfernung erfolgen (primär). Der Vorteil der primären Wiederherstellung ist die Erhaltung des Hautmantels der Brust. Dadurch entsteht ein ästhetisch besseres Ergebnis als nach einer späteren Operation.

In 70 Prozent der Fälle kann eine brusterhaltende Therapie (BET) erfolgen, bei der lediglich der Tumor entfernt wird.

Die Verwendung von Silikonimplantaten erscheint zunächst weniger aufwendig, hat aber auch Nachteile. Da die Haut nach einer Drüsenentfernung sehr dünn ist, liegen die Implantate oft unmittelbar unter der ausgedünnten Brusthaut. Dies kann zu Komplikationen führen und damit zu ästhetisch unzureichenden Ergebnissen.

Nach Möglichkeit sollte daher eine Rekonstruktion mit Eigengewebe erfolgen. Eigengewebe passt sich den Gewichtsschwankungen und Alterungsprozessen des restlichen Körpers an. Dank mikrochirurgischer Operationstechniken ist es heute möglich, Gewebe frei zu transplantieren. Bei der Brustrekonstruktion wird ein Haut- und Fettgewebeblock etwa am Bauch entnommen und an die neue Stelle, also die Brust, verpflanzt.

In rekonstruktiven Zentren ist dies Routine – es werden Erfolgsraten von über 98 Prozent erreicht. Bei der häufigsten Technik (DIEP-Lappenplastik) wird Gewebe vom Unterbauch entnommen und gleichzeitig der Bauch gestrafft. Aber auch andere Spenderbereiche wie Gesäß oder Oberschenkel sind möglich.