Idealerweise sind die wiederherstellenden Plastischen Chirurgen von Anfang an in die Therapieplanung mit einbezogen, um eine onkologisch sichere, aber gleichzeitig möglichst ästhetische Wiederherstellung der Brust zu ermöglichen.

Die Wiederherstellung der weiblichen Brust ist ein wesentlicher Bestandteil der Brustkrebstherapie. Idealerweise sollte daher mit jeder erkrankten Frau die Möglichkeit der Brustwiederherstellung erörtert werden. Denn gerade für junge Patientinnen bedeutet der Krebs einen „doppelten Schicksalsschlag“: Zum einen ist er lebensbedrohlich, zum anderen betrifft er ihre Weiblichkeit und ihr Aussehen.

Wenn möglich, sollte eine Rekonstruktion mit Eigengewebe erfolgen. Eigengewebe passt sich den Gewichtsschwankungen und Alterungsprozessen des restlichen Körpers an und kann zudem komplikationsarm bestrahlt werden. Mit den heute verwendeten schonenden mikrochirurgischen Methoden kann ein ästhetisch besseres, dauerhaftes und natürliches Ergebnis erzielt werden. 

Dank mikrochirurgischer Operationstechniken ist es heute möglich, Gewebe frei zu transplantieren. Bei der Brustrekonstruktion wird ein Haut- und Fettgewebeblock mit der versorgenden Arterie und Vene abgetrennt und frei, unter Verwendung eines Operationsmikroskops, an die neue Stelle, also die Brust, verpflanzt.

Hierdurch ist es möglich, die beteiligte Muskulatur zu schonen und ein besseres, ästhetisches Ergebnis zu erzielen. In rekonstruktiven Zentren ist dies Routine – es werden Erfolgsraten von über 98 Prozent erreicht.

Bei der häufigsten Technik, der sogenannten DIEP-Lappenplastik (Deep Inferior Epigastric Artery Perforator), wird Gewebe vom Unterbauch (unterhalb des Nabels) entnommen. Alternativ sind aber auch Entnahmen von der Oberschenkelinnenseite oder dem Gesäß möglich.

Die Rekonstruktion der Brustwarze und mögliche Angleichungen der gegenseitigen Brust, zur Verbesserung der Symmetrie, erfolgen meist in späteren, kleineren Eingriffen. Die Operationszeiten bei Eigengewebsrekonstruktionen betragen durchschnittlich drei bis vier Stunden. Die Patientinnen sind schnell wieder fit und können das Krankenhaus in der Regel nach fünf bis sieben Tagen verlassen.

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