Die gute Nachricht für Männer lautet: „Weiterentwicklungen und Verfeinerungen der minimalinvasiven Gynäkomastie optimieren die Operationsergebnisse deutlich bei vermindertem Risiko“, erklärt Professor E. Magnus Noah, Präsident der Vereinigung der Deutschen Ästhetisch-Plastischen Chirurgen (VDÄPC).

Ein markanter männlicher Körper – und dazu gehört neben breiten Schultern auch eine muskulöse Brust – hängt maßgeblich von dem Hormonstatus ab. Durch verschiedene Umstände wie Medikamenteneinnahme, Übergewicht oder bestimmte Erkrankungen kann dieser jedoch aus dem Gleichgewicht geraten.

Die ästhetischen Ergebnisse der Operation sind sehr überzeugend und dauerhaft, wenn es nicht zu einer deutlichen Gewichtsveränderung kommt

Manche Männer haben auch von Natur aus einen relativ hohen Östrogenspiegel. Mit unliebsamen Folgen: Anstelle eines sichtbaren maskulinen Brustmuskels entwickelt sich eine weiblich anmutende Brust, die sogenannte Gynäkomastie.

Dies kann das eigene Körperbild sehr beeinträchtigen und zu einem hohen Leidensdruck bei den betroffenen Männern führen. In solchen Fällen kann ein erfahrener ästhetisch-plastischer Chirurg das Brustdrüsengewebe operativ entfernen.

Drei Schritte: saugen, schneiden, saugen

Die Gynäkomastie ist ein Eingriff, der in örtlicher Betäubung durchgeführt wird. Dabei saugt der Chirurg zunächst das überschüssige Fett aus der Brust ab, um anschließend nach einem Schnitt an der Brustwarze das Brustdrüsengewebe operativ zu entfernen.

Zunehmend schließt sich nun ein dritter Schritt an: Mit einer feinen Kanüle saugt der Operateur nun seitlich des Brustkorbs im verbliebenen Fettgewebe ein Relief, um so eine klarer definierte, männlichere Brust zu modellieren. „Die Modellierung der Brust erfordert ein geübtes ästhetisches Auge und viel Erfahrung“, erklärt Professor Noah.

Und weiter: „Die ästhetischen Ergebnisse der Operation sind sehr überzeugend und dauerhaft, wenn es nicht zu einer deutlichen Gewichtsveränderung kommt. Die Männer fühlen sich anschließend regelrecht erleichtert und viel selbstsicherer.“

 

1VDÄPC Operationsstatistik 2015. Die Operations- und Behandlungszahlen wurden durch eine gemeinsame Mitgliederbefragung der VDÄPC und der DGÄPC ermittelt.