Der Wunsch nach ästhetisch-plastischen Behandlungen ist nach wie vor vorhanden – aber bitte ohne großen Aufwand, ohne längere Aufenthalte und Ausfallzeiten. Denn laut der DGÄPC Statistik 2018 wird deutlich, dass ambulant durchgeführte Eingriffe von nahezu der Hälfte aller Befragten gewünscht sind. Den weiblichen Patienten (49,5 %) erscheint dieser Aspekt sogar noch wichtiger zu sein als den männlichen (44,8 %). Im Vergleich ist für 23,7 % der Frauen, aber rund ein Drittel (35,5 %) der Männer, die Art der Durchführung irrelevant – Hauptsache die Qualität und somit das Ergebnis stimmen.

Nichtchirurgische Methoden weiter auf dem Vormarsch

Anteil Invasive und nichtinvasive Behandlungen: Invasiv: 55,6 % & Nichtinvasiv: 44,45 %

Die Behandlungen sollen schonender und risikoärmer sein sowie möglichst schnell Resultate zeigen. Das trifft vor allem auf nichtchirurgische Eingriffe wie Faltenunterspritzungen zu und spiegelt sich in den Behandlungen wider. So sind nichtchirurgische und chirurgische Methoden nach der neuesten Patientenbefragung nahezu ausgeglichen vertreten – war es noch im Vorjahr ein Verhältnis von 1:2 zugunsten der Operationen. Zudem zählen Faltenunterspritzungen mit Fillern wie Hyaluronsäure sowie Botox®-Behandlungen erneut zu den beliebtesten Eingriffen, sowohl bei den weiblichen als auch männlichen Patienten. Wobei Männer die Faltenglättung mittels Botulinumtoxin präferieren.

Patienten verschiedenster Berufsbildungsgruppen

Neben den beliebtesten Behandlungen ist es durchaus interessant zu sehen, dass ästhetisch-plastische Eingriffe nicht mehr den vermeintlichen Bestverdienern zuzuordnen sind. Die DGÄPC-Statistik 2018 zeichnet einen nahezu ähnlichen Querschnitt der Berufsbildungsgruppen der Patienten wie er in der deutschen Bevölkerung allgemein zu finden ist. So zählen 17,3 % der Patienten zu den Akademikern, fast die Hälfte (41,5 %) hat eine Berufsausbildung absolviert und 6,2 % befinden sich noch in der Ausbildung. Die Kosten schwanken je nach Behandlung. So sind minimal- bzw. nichtinvasive Behandlungen in der Regel günstiger als Operationen.

Eine Beratung ist das A und O

Art des Eingriffs (Gesamt): Ambulant: 48,8 %, Stationär: 20,8 %, Egal: 25,2 %, Keine Angabe: 5,2%

Günstiger bedeutet jedoch nicht risikobefreit. Grundsätzlich lässt sich sagen, dass nichtchirurgische Eingriffe wesentlich sanfter und schonender zum Körper sind – der Stress für den Körper sowie Risiken des Eingriffs sind geringer, aber die Ergebnisse können natürlich nicht immer eine Operation ersetzen. Voraussetzung dafür ist aber die richtige Durchführung der Behandlung oder auch die korrekte Anwendung von Materialien. Eine sorgfältige Aufklärung über den Verlauf einer Behandlung sowie das Aufzeigen von Risiken, Alternativen, aber auch Grenzen sind unabdingbar und zeichnen einen guten Chirurgen aus. Eine gute Beratung kann ein wichtiger Indikator bei der Wahl ihres Arztes sein. Ebenso bewährt sich der Facharzttitel oder die Mitgliedschaft in einer Fachgesellschaft.