Plastische Chirurgie wird in der Öffentlichkeit oft mit Schönheitschirurgie gleichgesetzt. Das ist aus zwei Gründen irreführend. Erstens weil Schönheit bekanntlich im Auge des Betrachters liegt. Darum kann es nicht das Ziel des Ästhetisch-Plastischen Chirurgen sein, Menschen nach irgendwelchen Idealbildern zu formen und damit „schöner“ zu machen. Zweitens weil das Fachgebiet der Plastischen Chirurgie weit vielseitiger ist, als viele denken, und sich nicht allein auf den Bereich der Ästhetik beschränkt.

Voraussetzung ist ein abgeschlossenes Medizinstudium 

Wie das Berufsbild des Facharztes für Plastische und Ästhetische Chirurgie tatsächlich aussieht, lässt sich wohl am besten mit einem Blick auf seine Ausbildung erklären. Denn für Ärzte, die sich auf die Ästhetisch-Plastische Chirurgie spezialisieren wollen, beginnt nach dem abgeschlossenen Medizinstudium eine sechsjährige Spezialausbildung, während der sie zunächst als Assistenzärzte arbeiten, zum Beispiel an einer Universitätsklinik.

Die Ausbildung zum Facharzt für Plastische und Ästhetische Chirurgie umfasst eine zweijährige Basisweiterbildung im Bereich der Chirurgie. Während der übrigen vier Jahre bildet sich der angehende Facharzt in den verschiedenen Bereichen der Plastischen und Ästhetischen Chirurgie weiter. Teile der Ausbildung können auch in ergänzenden Fachgebieten, zum Beispiel der Hals-Nasen-Ohren-Heilkunde oder der Mund-, Kiefer-, Gesichtschirurgie, absolviert werden.

Eines haben alle Spezialisierungen der Plastischen Chirurgie gemein: Unsere Patienten sollen sich, im wahrsten Sinne des Wortes, wohl in ihrer Haut fühlen.

Das gesamte Spektrum während der Facharztausbildung

Auch wenn viele Ärzte während der Weiterbildung schon gewisse Schwerpunkte setzen, zum Beispiel im Bereich der ästhetischen Behandlungen, so lernen sie doch während der Facharztausbildung das gesamte Spektrum des Fachgebietes kennen – von der Rekonstruktiven über die Hand- und Verbrennungschirurgie bis hin zur Ästhetischen Chirurgie.

Eines haben alle diese Spezialisierungen gemein: Wir wollen, dass sich unsere Patienten, im wahrsten Sinne des Wortes, wohl in ihrer Haut fühlen. Dabei ist es nicht immer leicht, trennscharf zwischen medizinisch und ästhetisch bedingten Behandlungen zu unterscheiden. Die Übergänge sind durchaus fließend, weshalb auch Chirurgen, die sich auf das Gebiet der Ästhetik spezialisiert haben, immer wieder auch rekonstruktive Eingriffe vornehmen, um ihren Patienten zu helfen.

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