Ein ausgewogenes Verhältnis zwischen Ernährung und Bewegung zu finden, fällt vielen Menschen schwer. Die Folgen sind ein steigendes Gewicht und eine sinkende Zufriedenheit mit sich selbst. Oftmals sind chirurgische Eingriffe die letzte Hoffnung für Betroffene. Einige Möglichkeiten möchten wir Ihnen vorstellen.

Fett weg durch Liposuktion

Die Liposuktion eignet sich besonders für kleinere, unschöne Fettpölsterchen, die auch durch sportliche Aktivitäten nur schwer verschwinden. Aber auch größeren Fettdepots kann mit der Liposuktion entgegengewirkt werden. Das Fettabsaugen kann prinzipiell fast am ganzen Körper durchgeführt werden.

Am häufigsten wird die Liposuktion an Bauch, Taille, Rücken, Gesäß, Oberschenkel, Knie, Waden, Fesseln und zur Beseitigung eines Doppelkinns angewendet. Dabei kommen verschiedene Methoden, zum Beispiel die Tumeszenztechnik, die Ultraschalltechnik oder das Lipopulsing, zum Einsatz.

Minimalinvasiv mit Magenballon und Magenband

Die schonende Magenballon-Methode reduziert die Portionen der Mahlzeiten auf natürliche Weise und unterstützt die Motivation abzunehmen. Der Magenballon ist ein weicher Silikonballon, der für sechs Monate in den Magen gebracht wird. Der Ballon füllt den Magen zum Teil und gibt ein Gefühl der Sättigung. Damit haben Sie nicht nur weniger Hungergefühl, sondern Sie sind nach kleineren Mahlzeiten auch schneller satt.

Bei einem Magenballon ist kein chirurgischer Eingriff erforderlich. Der Ballon wird in einem einfachen endoskopischen Verfahren eingebracht und entfernt. Der Magenballon kann aber nur helfen, wenn die notwendige Diät eingehalten wird. Deswegen werden seriöse Kliniken zum minimalinvasiven Eingriff auch Hilfestellungen zur Ernährungs- und Lebensumstellung geben.

Besonders für stark übergewichtige Menschen ist die Option des Magenbandes oft der letzte Ausweg zu einem gesunden Leben. Bei einer Magenbandoperation wird ein weiches Kunststoffband um den oberen Teil des Magens gelegt. Dadurch können Speisen nur sehr viel langsamer in den unteren Teil des Magens gelangen. Bei einer Mahlzeit kann daher nur weniger Nahrung aufgenommen werden, es tritt ein schnelleres Sättigungsgefühl ein. Eine Magenbandoperation wird heutzutage minimalinvasiv, über eine Bauchspiegelung, durchgeführt.

Magenverkleinerung

Die Magenverkleinerung stellt  für Menschen mit starkem Übergewicht oft die letzte Lösung dar. Eine Magenverkleinerung kommt nur für Menschen mit einem BMI über 40 infrage, die für ein Magenband nicht geeignet sind. Bei der Magenverkleinerung werden über 80 Prozent des Magens entfernt. Der verbleibende Rest des Magens wird zu einem dünnen Schlauch zusammengenäht. Dieser Eingriff kann nicht mehr rückgängig gemacht werden.

Bauchdeckenstraffung nach Schwangerschaft oder Gewichtsabnahme

Nach einer Schwangerschaft oder starker Gewichtsabnahme kommt es vor allem am Bauch häufig dazu, dass die Haut eine große Falte bildet, die dann wie eine Schürze herunterhängt. Neben dem unschönen Anblick kann die überschüssige Haut auch zu medizinischen Problemen führen. So können sich beispielsweise unter der Falte durch Reibung wunde Stellen, Entzündungen und Geschwüre bilden. Die Folge sind unter Umständen ständige Schmerzen. Hinzu kommen Beeinträchtigungen des physischen und psychischen Wohlbefindens.

Mit einer Bauchdeckenstraffung ist es möglich, für einen strafferen Bauch überschüssiges Fettgewebe und gedehnte Haut zu entfernen und auch die darunterliegenden Muskeln neu zu formen. Zudem können dadurch auch Schwangerschafts- beziehungsweise Dehnungsstreifen verringert und das Hautbild kann verbessert  werden, wenn sie in den Hautpartien liegen, die entfernt werden.

Wichtig: Damit der Bauch dauerhaft flach und straff bleibt, sollte das Gewicht nach dem Eingriff nicht zu stark schwanken, denn das beeinträchtigt das Ergebnis. Deshalb ist es sehr wichtig, den Zeitpunkt für die Bauchdeckenstraffung bewusst zu wählen. Sollte bei Frauen die Familienplanung noch nicht abgeschlossen sein, sollte die Operation auf einen späteren Zeitpunkt verschoben werden.

BMI

Der Body-Mass-Index (BMI) berechnet sich aus dem Körpergewicht dividiert durch das Quadrat der Körpergröße. Die Formel lautet: BMI = Körpergewicht : (Körpergröße in m)². Die Einheit des BMI ist demnach kg/m².

Dies bedeutet, eine Person mit einer Körpergröße von 160 Zentimetern und einem Körpergewicht von 60 Kilogramm hat einen BMI von 23,4 [60 : (1,6 m)² = 23,4].

BMI-Richtlinien

Der ideale BMI hängt aber auch vom Alter ab.