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Prof. Dr. Marc Erich Latoschik

Inhaber des Lehrstuhls für Informatik IX

Was sind die Grundlagen, welche beim Game Engeenierng / Game Design vermittelt werden?

Der Studiengang Games Engineering vermittelt die wissenschaftlichen und technischen Kenntnisse zur Entwicklung heutiger state-of-the-art Computerspiele. Diese verwenden ein breites Spektrum informatischer Technologien, z.B. für die Analyse von Benutzereingaben, die Simulation virtueller Spielwelten oder die Synthese von verschiedenen Ausgabekanälen in Echtzeit.

Was muss ich für Fähigkeiten muss ich für den Studiengang mitbringen? 

Studierende sollten ein Interesse an technisch/informatischen Lösungen für interaktive System im Schwerpunkt Entertainment mitbringen. Ein Interesse am Anwendungsfeld Computerspiele ist sicher hilfreich und gewünscht.

Die vermittelten informatischen Fähigkeiten sind umfangreich, insbesondere unter dem Aspekt zukünftiger Generationen von Serious und Immersive Games, werden aber im Rahmen des Studiums umfänglich vermittelt. Vorhandene Programmiererfahrung ist hilfreich aber nicht unbedingt notwendig. Ein gutes Verständnis mathematischer Inhalte ist nützlich.

Wie viel Praxis kann ein Bewerber erwarten, werden beispielsweise Praktika in das Studium eingebunden?

Mehr als 1/3 des Studiums sind praktische Inhalte. Über alle 6 Semester gibt es ein begleitendes „GameLab“ (s.u.), eine Besonderheit des Studiengangs in Würzburg. Ein zusätzliches außeruniversitäres Praktikum ist Pflicht. 

Was sind die Besonderheiten des Studiengangs?

Die Besonderheiten der Ausbildung in Würzburg sind neben dem praktischen Anteil der durchgängigen GameLabs aktuelle Schwerpunkte wie Immersive Games oder hoch interaktive multimodale Systeme im Social, Serious oder Mixed Reality Gaming, eine intensive praktische Umsetzung der Lehrinhalte sowie eine Anbindung starker industrieller Partner wie Ubisoft und Bluebyte.

Eine enge Verzahnung von Theorie und Praxis liegt dem Konzept des Würzburger Bachelorstudiums Games Engineering zugrunde. Ab dem ersten Semester werden im sogenannten Games Lab erlernte Konzepte praktisch und kreativ umgesetzt. Hierbei entwickeln Studierende ab den ersten Semestern eigene Spiele. Zudem erhalten Studierende eine fundierte Ausbildung in den Grundlagen der Informatik und Mathematik.

Wie sieht es nach dem Studium aus, wie sind die Karrierewege nach dem Studium?

Computerspiele haben sich seit vielen Jahren dauerhaft als relevantes Medium im Freizeit- und Kulturbereich etabliert. Die Computerspielindustrie hat sich dabei zu einer Wachstumsbranche mit einem hohen Bedarf an gut ausgebildeten Fachleuten entwickelt.

Bayern greift diese Entwicklung durch gezielte Initiativen auf. Die Einführung des Studiengangs ist Teil des Programms „Digitaler Campus Bayern“ der Initiative „Bayern Digital“, welche 2014 ins Leben gerufen wurde. Der Studiengang wird am Institut für Informatik unter Federführung des Lehrstuhls für Mensch-Computer-Interaktion realisiert. Der Studiengang verstärkt zusätzlich den Medienschwerpunkt der Julius-Maximilians-Universität am Institut für Mensch-Computer-Medien.

Studierende werden Ihr Arbeitsfeld primär in existierenden oder eigenen Firmen der Spieleentwicklung oder der Spielesystementwicklung finden und dort für die technische Realisierung verantwortlich sein und neue Technologien entwickeln und voranbringen. Typische Aufstiegsmöglichkeiten gehen vom junior über den senior Entwickler zum Projekt- und Abteilungsleiter bis hin zur Leitungsebene als CTO.

Das Studium Games Engineering baut auf einem soliden informatischen Fundament auf. Neben den notwendigen anwendungsspezifischen Kenntnissen wird eine grundlegende informatische Ausbildung in einem spannenden Anwendungsfeld vermittelt, welche über verschiedene weiterqualifizierende Masterprogramme eine Öffnung auch für alternative informatiknahe Tätigkeitsbereiche erschließt.

Information

Mehr Informationen können Sie auf games.uni-wuerzburg.de finden.

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LIFE

Kleine Glosse über das Getränk, das Gründe braucht. – Humphrey Bogart wusste genau, worum es im Leben geht: „Es geht darum, dem Leben immer um mindestens einen Whisky voraus zu sein.“.

Wie man Whisky richtig trinkt, richtig herstellt oder richtig schreibt, das sind auch interessante Fragen, sonst würden sie ja nicht so oft diskutiert. Aber wenn wir immer nur „Wie?“ fragen, werden wir dann jemals verstehen, was Bogart meinte? Warum ist Whisky so ein Kulturgut, so viel mehr als ein Getränk? Warum finden wir in der Weltgeschichte so viele existentielle Whisky-Zitate? Warum definierte Johnny Carson Glück als „ein Steak, eine Flasche Whisky, und ein Hund, der das Steak isst.“? Warum Whisky?

Wodka braucht Gelegenheiten, Whisky braucht Gründe.

Reicht es denn nicht, dem Leben einfach einen Schritt voraus zu sein? Nein, das reicht eben nicht, das meinte Bogart bestimmt. Denn es gibt ja auch schlaue Tiere, die „dem Leben einen Schritt voraus“ sind. Es gibt Tiere, die warten und planen, die sich verstecken und Fallen stellen, die Vorräte anlegen, bevor es kalt wird – aber kein Tier, das mit Freunden feiert.

Kein Tier tut sich selbst leid. Kein Tier hat das Gefühl, es würde vor einer großen Entscheidung stehen. Kein Tier hat gerade das Studium abgeschlossen, keins denkt über ein interessantes Jobangebot nach. Kein Tier hat gerade dramatisch die Beziehung beendet, ein tolles neues Auto gekauft, sich maßlos über eine Frechheit im Fernsehen aufgeregt. Tiere haben keine Freunde, darum haben sie nichts zu feiern. Was Bogart vielleicht meinte: Tiere fragen nie „Warum?“ und haben darum einfach keinen Grund, Whisky zu trinken. In einem Werbespot für Whisky streut ein Mann die Asche seines verstorbenen Bruders von den irischen Klippen ins Meer. Kein anderes Getränk könnte so für sich werben.

Sekt hat gute Laune, Whisky hat Gewicht.

Wenn Sie gerne Whisky trinken, wissen Sie wahrscheinlich schon instinktiv, was Bogart meinte, und worauf das alles hinausläuft. Nur ein Tier auf der Welt versteht überhaupt, worum es geht, wenn „etwas Wichtiges“ passiert: der Mensch.

Immerhin gibt es in Filmen immer Whisky, wenn es wichtig wird. Wenn der Mafiaboss entscheiden muss, wer lebt und wer stirbt. Bevor der Cowboy zum Duell auf die Straße tritt. Wenn ein großes Geschäft abgeschlossen wurde, der Börsengang erfolgreich war, der perfekte Doppelmord begangen ist. Wenn man sich lange nicht gesehen hat, wenn man sich lange nicht sehen wird, wenn sie „Ja“ gesagt hat oder auch „Nein“ –  in einem Satz: Whisky hat Gewicht.  Und das Leben ist eben nicht immer nur leicht. Darum Whisky.

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