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Augenerkrankungen rechtzeitig erkennen

Augenerkrankungen rechtzeitig erkennen
Augenerkrankungen rechtzeitig erkennen
Foto: adriaticfoto/Shutterstock

Unsere komplexe Welt stellt vielfältige Anforderungen an das menschliche Auge, im Beruf wie in der Freizeit.

Dass die Augen gesund sind, ist nicht selbstverständlich ist, realisiert man meist erst dann, wenn die Augen krank werden. Zu den häufigsten Erkrankungen des Auges gehört die altersbezogene Makuladegeneration. Erste Anzeichen können Verzerrungen im zentralen Blickfeld sein, welche immer intensiver werden. Weil in keiner Phase Schmerzen als Warnsignale auftreten, ist auf Veränderungen im Blickfeld besonders gut zu achten. Eine rechtzeitige Behandlung kann hier einen Sehkraftverlust verhindern.

Oder die diabetische Netzhauterkrankung – das ist eine häufige Augenkrankheit von Diabetikern. Unbehandelt kann sie bis zur Erblindung führen. Wichtig ist: Es gibt viele Augenerkrankungen, die der Patient in den noch relativ einfach zu behandelnden Frühstadien nicht bemerkt, sondern erst dann wahrnimmt, wenn die therapeutischen Möglichkeiten bereits deutlich eingeschränkt sind. Ärztliche Vorsorgeuntersuchungen sind bei den Augen daher genauso wichtig wie zum Beispiel bei den Zähnen.

Vorsorge ist alles – auch bei den Augen

Besonders Menschen, die an einer Allgemeinerkrankung wie Diabetes, Bluthochdruck oder an rheumatischen Erkrankungen leiden, sollten regelmäßig vom Augenarzt untersucht werden. Generell gesehen sind sie eher gefährdet, Sehstörungen zu entwickeln. Auch Patienten, bei denen Augenerkrankungen, wie beispielsweise das Glaukom, in der Familie bekannt sind, sollten sich frühzeitig augenärztlich untersuchen lassen.

Und natürlich: Wer mehr als drei Dioptrien kurzsichtig ist, dem wird empfohlen, einmal im Jahr bei erweiterter Pupille eine Untersuchung der Netzhaut durchführen zu lassen. Das Risiko einer Netzhautablösung kann dadurch beispielsweise mit einer einfachen Laserbehandlung mit ärztlicher Kontrolle reduziert werden.

Heilungschancen bei Augenerkrankungen

Jeder betroffene Patient bedarf einer individuellen, abgestimmten Beratung und Behandlung. Generell gilt, die Augen werden meist zu wenig geschätzt und geschützt. Augenärzte erleben dies leider häufig in der täglichen Praxis. Patienten kommen oft zu spät, auch mit Erkrankungen, die in einem früheren Stadium gut behandelbar gewesen wären.

Wie wichtig das Auge auch im Zusammenhang mit allgemeinmedizinischen Erkrankungen ist, dessen sind sich viele nicht bewusst. Man kann übers Auge Rückschlüsse auf Erkrankungen wie Diabetes oder Bluthochdruck ziehen. Die enge Zusammenarbeit mit anderen Fachdisziplinen ist hier unerlässlich.

Augenärzte sollten daher auch immer fachübergreifend denken und wenn nötig auch Internisten, Rheumatologen oder Neurologen zurate ziehen. Der Mensch und Patient sollte immer als Einheit wahrgenommen werden, und dies gilt insbesondere bei Augenproblemen, die im Rahmen von Systemerkrankungen auftreten.

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