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Mommy Makeover

Foto: In Green/Shutterstock

Nach der emotional bewegenden Schwangerschaft und Geburt sehen sich viele Frauen mit körperlichen Veränderungen konfrontiert.

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Dr. Mariam Omar

Fachärztin für Plastische und Ästhetische Chirurgie, Aesthetic Clinic Berlin

Diese natürlichen Veränderungen am weiblichen Körper können in manchen Fällen das persönliche Wohlbefinden beeinträchtigen. Interview mit After-Baby-Body-Spezialistin Dr. Mariam Omar.

Gibt es ein spezielles Verfahren in der Plastischen Chirurgie, was speziell auf Frauen nach der Schwangerschaft und Stillzeit abzielt?

Es stehen mir als ausgebildete Plastisch-Ästhetische Chirurgin verschiedene Techniken zur Verfügung, die den After-Baby-Body zu dem oft gewünschten Pre-Baby-Body wieder formen.

Die Erfahrung und die körperlichen Voraussetzungen einer Patientin wie z.B. Hautqualität, überschüssiger Hautanteil und Körperform führen zur Anwendung spezieller Techniken. Dabei ist es wichtig ein genaues Konzept gemeinsam mit der Patientin zu erstellen, welcher Eingriff zu welchem Zeitpunkt stattfinden soll.

Ein einzigartiges spezielles Verfahren nach dem Motto “one procedures fits for everybody” gibt es nicht, da die Techniken einer Bruststraffung oder Verkleinerung z.B. individuell von der vorliegenden Brustform abhängig sind.

Oft leiden Mütter an Schlafmangel, sehen trotz des neuen Glücks nun Mutter zu sein strapaziert aus.

Welche Möglichkeiten gibt es genau? Bitte gehen Sie auf einzelne Verfahren genauer ein.

Eine Patientin, die z.B. nach langer Stillzeit mich wegen einer kleinen, erschlafften Brust oft hängenden asymmetrischen Brust konsultiert, sollte ein kombinierter Eingriff in Erwägung gezogen werden. In diesem Falle wird sicherlich eine Brustvergrößerung mit einer Bruststraffung kombiniert. Eine Bruststraffung oder in manchen Fällen sogar Verkleinerung strebe ich mit einer narbensparenden Technik mit vertikaler Schnittführung an. Wenn es die Form jedoch erfordert nutze ich auch die T-Schnitt Technik.

In jedem Fall wird um die Brustdrüse ein innerer BH mit dem eigenen Gewebe geformt, um langfristig die Form und Straffheit der Brust zu gewährleisten. Die Brust ist nur ein Merkmal des After-Baby-Body. Bei störenden Fettpolstern, die nach der Schwangerschaft weder durch Sport oder strikter Ernährungsweise nicht mehr zum schmelzen gebracht werden, ist oft eine Fettabsaugung indiziert.

Die bei mir in der Aesthetic Clinic durchgeführte laserassistierte Fettabsaugung kann oft in Lokalanästhesie durchgeführt. Dieses Verfahren hat den Vorteil,  dass die Damen sehr schnell wieder fit sind und im Alltag von Familie und Beruf nur eine sehr kurze Ausfallzeit haben.

Oft leiden Mütter an Schlafmangel, sehen trotz des neuen Glücks nun Mutter zu sein strapaziert aus.

Welche minimalinvasiven Verfahren sind möglich?

Minimalinvasive Verfahren sind beim After-Baby-Body indiziert in Bezug auf Dehnungsstreifen oder häufig vorkommenden Haarausfall nach der Schwangerschaft. Ein Kombinationsverfahren findet hier eine sehr effektive Anwendung: Das Microneedeling in Kombination mit PRP, dem Plättchen reichem Plasma.

Oft leiden Mütter an Schlafmangel, sehen trotz des neuen Glücks nun Mutter zu sein, strapaziert aus. Hierbei findet die dosierte Anwendung von Hyaluronsäure und Botulinum Toxin Anwendung, um neue natürliche frische in das Gesicht zu zaubern. Allerdings sollte die Stillzeit abgeschlossen sein.

Ein weiteres Verfahren ist zum Beispiel bei sehr kleinen, aber doch nicht verschwinden wollenden Fettpolstern effektiv, die Kryolipolyse.  Es handelt sich hierbei um die Vereisung der Fettzellen. Dabei werden Applikatoren auf die entsprechende Zone mit Vakuumsog aufgesetzt. Die Behandlungsdauer beträgt ca 1h.

Das Tragen von einem lästigen Mieder entfällt und es besteht keine Ausfallzeit in Familie und Beruf. Der Effekt ist ab der 6. Woche nicht nur sichtbar, sondern auch messbar. Es kann ambulant durchgeführt werden, vor allem für Bauch, Hüfte oder Oberschenkel, aber auch sehr schön bei einem lästigen Doppelkinn. 

Immer häufiger vernimmt man den Begriff PRP, was verbirgt sich hier hinter?

Hinter dem Begriff PRP verbirgt sich das Plättchen reiche Plasma. Es wird auch oft der Ausdruck Vampire Lift in der Presse verwendet, ich nenne mein Verfahren das Butterfly Lift. Es dient der Verbesserung der Hautqualität, die im Zuge des Alterns immer wichtiger wird und bei der ganzen Therapie mit Botulinum Toxin und Fillern nicht vergessen werden sollte.

Um die Abheilungszeit zu verkürzen werden Antioxidantien und bioaktive Enzyme in die Therapie mit eingebunden. Es handelt sich bei dem PRP um den Rohstoff aus unserem eigenen Blut:  ein an Blutplättchen reichem Plasma.  

Es wird am Tag der Behandlung aus dem eigenen Blut aufbereitet. Hierbei werden die im Plasma angereicherten Blutplättchen (Thrombozyten) mit dem Dermaroller oder dem Dermapen in die tieferen Hautschichten eingearbeitet.  

Der Vorteil sind hier die Wachstumsfaktoren an den Blutplättchen. Diese haben hocheffektive Eigenschaften auf die Stimulierung der Kollagensynthese. Die Hautqualität wird straffer, feinporiger und fester. Sehr hilfreich auch bei Aknenarben. Ein weiterer Effekt, der oft nicht erwähnt wird ist die Regulierung von Pigmentstörungen.

Helle Flecken (Lentigo) im Gesicht pigmentieren wieder, dunkle Pigmentflecken werden wieder heller. Nebenbei wird das Hautbild sehr feinporig und bekommt diesen gewissen „Glow“.  Es stimuliert die Kollagensynthese und lässt die Dehnungsstreifen schrumpfen, bis hin zum verschwinden, die Spannkraft der Haut erhöht sich und die Haare im Kopfbereich wachsen wieder vermehrt und kräftiger nach. 

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