Beispiele für Korrekturmöglichkeiten in der Ästhetisch-Plastischen Chirurgie.

Mund-, Kiefer- und Gesichtschirurgie (MKG)
Die MKG ist ein medizinisches Fachgebiet, welches die Diagnostik, Therapie, Prävention und sowohl funktionelle (Kauen, Schlucken, Sprechen) als auch ästhetische Rehabilitation von Erkrankungen, Verletzungen, Fehlbildungen und Formveränderungen der Zähne, der Mundhöhle, der Kiefer und des Gesichts umfasst.
Nasenkorrektur
Die Rhinoplastik ist eine Operation, die die äußere Form der Nase verändert. Sie kann die Nase verkleinern oder vergrößern, die Form des Nasenrückens sowie des Naseneinganges mit den Nasenflügeln und den Nasenlöchern verändern sowie die Länge der Nase und den Winkel zwischen Nase und Oberlippe verändern.
Chemical Peeling
Das chemische Peeling ist eine Methode zur Reduzierung von oberflächlichen Gesichtsfalten und zur Hautverjüngung. Auch Aknenarben, hypertrophe Narben und andere Hautunreinheiten reagieren auf chemische Substanzen positiv. Phenol, Trichloressigsäure (TCA) und starke Alphahydroxysäuren (AHA) kommen dabei häufig zum Einsatz.
Eigenhaartransplantation
Im Bereich der Eigenhaartransplantation unterscheidet man zwischen der FUT- und der FUE-Technik. Der Hauptunterschied liegt in der Art der Haarwurzelentnahme: Während bei der FUT im Bereich des Hinterkopfs ein behaarter Hautstreifen zur Gewinnung von Haarfollikeln entnommen wird, werden bei der FUE – einer Weiterentwicklung der FUT – die follikularen Einheiten einzeln entnommen. Auf die gleiche Weise kann auch eine Wimperntransplantation durchgeführt werden.
Ohrenanlegeplastik
Die Otopexie ist eine operative Möglichkeit, abstehende Ohren anzulegen. Ohrenkorrekturen sind häufige Eingriffe und werden oft schon im Kindesalter durchgeführt. Je nach Ohrendeformität und dem individuellen Ausgangsbefund entscheiden Fachärzte, welche Technik das bestmögliche Ergebnis bringt. In den meisten Fällen wird eine Ohrenanlegeplastik ambulant in Lokalanästhesie durchgeführt. Der Schnitt wird hinter der Ohrmuschel gesetzt und ist nicht zu erkennen.
Hyperhidrose behandeln
Patienten mit einer Hyperhidrose leiden unter übermäßigem Schwitzen an Füßen, Händen oder unter den Armen, was sie häufig sehr belastet. Medikamentös, aber auch durch eine Botoxinjektion (Botulinumtoxin) im betroffenen Bereich kann die Krankheit behandelt werden. Dieses Toxin greift die Nervenenden an und vermindert die Übertragung von Nervenimpulsen zu den Schweißdrüsen, wodurch die Schweißneigung reduziert wird.
Brustverkleinerung
Eine operative Brustverkleinerung hat zum Ziel, das Gesamtvolumen der Brust zu reduzieren. Dies ist dann notwendig, wenn die Größe der Brust ein kritisches Maß überschreitet, wobei dies auch immer in direktem Bezug zu den übrigen Körpermaßen und Proportionen zu sehen ist. Nicht nur Frauen sind davon betroffen. 40 bis 60 Prozent aller Männer leiden unter Gynäkomastie, dem frauenähnlichen Anwachsen der männlichen Brust. Für Männer, die sich davon gestört fühlen, stehen heute plastisch-chirurgische Korrekturmöglichkeiten zur Verfügung. Das überschüssige Fett- und Drüsengewebe wird dabei entfernt, sodass eine typische männliche Brustkontur entsteht.
Brustwarzenrekonstruktion
Nach einer Brustkrebserkrankung muss die Brustwarze häufig rekonstruiert werden. Für die Warzenhofrekonstruktion wird ein Hautstückchen aus der Leiste, den Schamlippen oder den Oberlidern transplantiert. Zur seitengleichen Pigmentierung besteht die Möglichkeit einer Tätowierung. Zur Wiederherstellung der Brustwarze wird ein kleeblattförmiges Hautläppchen im Bereich der rekonstruierten Brust mobilisiert und dreidimensional geformt.
Bauchnabelkorrektur
Die Bauchnabelkorrektur wird auch Umbilicoplastik genannt. In der Regel erfolgt der Eingriff ambulant. Zu Beginn nimmt der Chirurg einen kleinen Schnitt am Bauchnabel vor und entfernt dann überschüssige Haut und störendes Fettgewebe. Liegt der Bauchnabel zu tief, ist es erforderlich, das benachbarte Gewebe in der Höhe anzupassen. Mitunter muss sogar der ganze Nabel entfernt und danach geformt werden.
Fettabsaugung
Die Liposuktion ist eine Operation, bei der Fettzellen an bestimmten Stellen unter der Haut mit Kanülen abgesaugt werden. Typische Behandlungsareale sind die äußeren Oberschenkel sowie Bauch und Taille. Aber auch Fettpolster am Kinn („Doppelkinn“) oder Hals („Truthahnhals“) sowie am Rücken, an Oberarmen, Knien, Fesseln und Waden.
Intimchirurgie
Im Wesentlichen werden plastische Eingriffe im Intimbereich an den Schamlippen, an der Vagina und an Unterbauch und Venushügel durchgeführt, die darauf ausgelegt sind, Funktionsstörungen zu beheben oder ästhetische Defizite auszugleichen. Zu den Möglichkeiten eines intimchirurgischen Eingriffs beim Mann zählen die Penisverlängerung und die Penisverdickung.
Oberschenkelstraffung
Das übermäßige und erschlaffte Haut- und Fettgewebe wird vermessen und operativ entfernt. Die dabei notwendigen Schritte werden so durchgeführt, dass eine möglichst wenig auffällige Narbenbildung resultiert. Zusätzlich kann die ästhetische Körperkontur bei dem Eingriff durch gezielte Fettabsaugung angrenzender Bereiche verbessert werden.
Po-Augmentation
Es gibt zwei Möglichkeiten, den Po zu verschönern. Zum einen durch Implantate. Über fünf Zentimeter lange Schnittführungen, die an möglichst unauffälliger Stelle entlang der Pofalte angelegt werden, werden die Po-Implantate eingeführt und unterhalb des Gluteusmuskels positioniert. Bei der Po-Augmentation mittels Eigenfetttransfer wird das Fett durch Liposuktion an einer anderen Körperstelle abgesaugt und nach Aufbereitung in die Pobacken injiziert.