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MEIN HAUSTIER

Vorsorge beginnt beim Tier – zum Wohl von uns allen

Foto: Shutterstock, 2731288143

Vorsorge beginnt beim Tier – und damit bei uns allen. Tierwohl ist nicht nur eine ethische Verpflichtung gegenüber unseren Haustieren und Nutztieren, sondern eine zentrale Voraussetzung für Gesundheit, Lebensmittelsicherheit und eine intakte Umwelt. Wer Prävention ernst nimmt, muss daher Tiere konsequent mitdenken.

Prof. Dr. Jens Peters

Geschäftsführer BPIvet beim Bundesverband der Pharmazeutischen Industrie (BPI)

Gerade bei Haus- und Heimtieren ist Vorsorge von entscheidender Bedeutung

Pferde, Hunde, Katzen und andere Heimtiere sind Familienmitglieder, Seelentröster und Begleiter – gleichzeitig können sie krank werden wie wir Menschen. Regelmäßige tierärztliche Untersuchungen, eine ausgewogene Ernährung, Parasitenprophylaxe gehören deshalb zur verantwortungsvollen Haltung dazu.

Vor allem Schutzimpfungen zählen zu den wirksamsten präventiven Maßnahmen überhaupt: Sie verhindern schwerwiegende Erkrankungen wie Tollwut, Staupe, Parvovirose oder Katzenschnupfen und schützen nicht nur das einzelne Tier, sondern auch andere Tiere und letztlich den Menschen. Impfstrategien spielen hierbei eine Schlüsselrolle: Sie reduzieren Krankheitslast, mindern den Antibiotikaeinsatz und beugen Zoonosen vor, also Krankheiten, die zwischen Tier und Mensch übertragbar sind. Neben klassischen Impfstoffen zur aktiven und passiven Immunisierung eröffnen moderne Ansätze wie RNA-Impfstoffe neue Möglichkeiten, weil sie sich schnell an veränderte Erreger anpassen lassen – ein entscheidender Vorteil in Zeiten von Globalisierung und Klimawandel (Mehr dazu: BPI-Themendienst Tierarzneimittel). Ergänzend gewinnen Tierkrankenversicherungen an Bedeutung, weil sie eine hochwertige medizinische Versorgung nicht an finanziellen Hürden scheitern lassen.

Damit Vorsorge wirksam ist, braucht es einheitliche Rahmenbedingungen

Unterschiedliche Standards bei Impfempfehlungen, Arzneimittelzulassung oder Antibiotikaeinsatz würden Schutzlücken schaffen – mit negativen Folgen für Tier, Mensch und Umwelt. In Deutschland geben deshalb Institutionen wie die Ständige Impfkommission Veterinärmedizin (StIKo Vet) klare Leitlinien vor. Auf europäischer Ebene sorgt das neue Tierarzneimittelrecht für harmonisierte Regeln.

Da Gesundheit von Mensch, Tier und Umwelt untrennbar miteinander verbunden sind, bedeutet das auch für uns als Bundesverband der Pharmazeutischen Industrie und BPIvet – der Interessensvertretung der Tierarzneimittelbranche, Tierarzneimittel nicht isoliert zu betrachten. Wir leiten unser Handeln dabei vom One-Health-Ansatz ab und nehmen den gesamten Lebenszyklus von Tierarzneimitteln in den Blick – von der Forschung über die Zulassung bis hin zu Umweltverträglichkeit und Pharmakovigilanz. Die rund 60 pharmazeutischen Unternehmen in Deutschland, die auf Tiere spezialisiert sind, sorgen dafür, dass geeignete, oft in vielen Jahren erforschte Produkte auf den Markt kommen.

Vorsorge ist daher gelebtes Tierwohl – und zugleich ein Gewinn für uns alle.

Weitere Informationen unter:

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