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Wahl des richtigen Chirurgen

Wahl des richtigen Chirurgen
Wahl des richtigen Chirurgen
Foto: Andrey_Popov/Shutterstock

Der wichtigste Faktor für den Erfolg einer ästhetischen Operation ist der Plastische Chirurg, den Sie sich aussuchen. Bei der Wahl sollten Sie deshalb die größte Sorgfalt walten lassen.

Die Kombination aus Ausbildung, Erfahrung, Formgefühl sowie psychologischem Einfühlungsvermögen ist in Hinblick auf die Qualifizierung des Operateurs von ausschlaggebender Bedeutung für den Operationserfolg. Es gibt viele Ärzte, die ästhetische Chirurgie ausüben, aber nicht alle haben die gleiche Qualifikation. Das Gesetz erlaubt jedem Arzt, jede Operation durchzuführen, die er sich zutraut – unabhängig von der Art seiner fachlichen Ausbildung.

Lediglich die Facharztbezeichnung ist gesetzlich vorgeschrieben, sie muss allerdings nicht genannt werden. Seien Sie immer vorsichtig, wenn keine offizielle Facharztbezeichnung geführt wird. Vorsicht sollte auch geboten sein, wenn Sie sich an eine anonyme GmbH wenden. Hier ist häufig weder ersichtlich, wer die Operationen durchführt, noch welchen Facharztstatus der Arzt besitzt.

Die Konsultation erlaubt dem Patienten und dem Arzt, einander kennen zu lernen. Fragen Sie konkret nach den Erfahrungen des Chirurgen mit dem für Sie interessanten Eingriff. Er sollte ihn seit mehreren Jahren regelmäßig durchführen. Während des Gesprächs sollten die verschiedenen Behandlungsmöglichkeiten mit allen Vor- und Nachteilen ausführlich erörtert werden. Keine Operation ist ohne Risiko. Mögliche Komplikationen sollte der Arzt mit Häufigkeit und Behandlungsmöglichkeiten anführen.

Die Einzelheiten des Behandlungsablaufs wie Betäubungsverfahren, Aufenthaltsdauer und Erholungsphase müssen erläutert werden. Hegen Sie Zweifel, wenn Ihnen Traum-Ergebnisse garantiert werden. Wichtigste Zielsetzung muss sein, eine realistische Erwartungshaltung für das, was zu erreichen ist, vermittelt zu bekommen. Bestehen nach einem Beratungsgespräch Zweifel, sollten Sie sich eine zweite Meinung einholen. Sie werden selbst ein Gefühl dafür bekommen, welcher Chirurg für Sie der richtige ist.

Es gibt keinen „Einkaufsführer“ wenn es darum geht, einen Arzt auszuwählen. In einem Prozess der Selbsterfahrung und Aussortierung werden Sie selbst in der Lage sein, zu entscheiden, welcher Plastische Chirurg Ihr Operateur sein wird.

Oftmals ergibt sich bei einem zweiten Beratungstermin beim Chirurgen Ihrer Wahl die Klärung noch aufgekommener Fragen. Einzelheiten des Behandlungsplans können dabei erörtert werden und Sie können ganz zuletzt Ihr schriftliches Einverständnis für die Operation erteilen.

Wie finde ich seriöse Plastische Chirurgen?

  • Es gibt seriöse Fachgesellschaften, die auf telefonische oder schriftliche Anfrage eine Liste ihrer Mitglieder versenden, mit denen Sie dann einen Beratungstermin vereinbaren können.
  • Freunde, Verwandte oder Bekannte, die bereits Erfahrungen mit kosmetischen Operationen gesammelt haben, können Ihnen meist wertvolle Tipps geben.
  • Befragen Sie Ihren Hausarzt; wenn Sie ihm vertrauen, werden Sie auch Vertrauen zu dem Chirurgen haben, den er Ihnen empfiehlt.
  • Manchmal ist es auch hilfreich, bei Kosmetikerinnen nachzufragen, weil diese mit der Problematik vertraut sind und in ihrem Kundenkreis häufig bereits operierte Patienten kennen.
  • Trotzdem ist das Auffinden eines Chirurgen auf diesem Weg kein Garant dafür, dass der Arzt tatsächlich der Richtige für Ihren individuellen Eingriff ist. Bedenken Sie: Ein fähiger Nasenoperateur ist nicht automatisch eine gute Empfehlung für eine Brustkorrektur oder eine Fettabsaugung.
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Innovative Leichtimplantate für ein langfristig straffes Dekolleté

Das Gewicht herkömmlicher Brustimplantate entspricht in etwa der jeweiligen Füllmenge. Im Vergleich dazu wiegen Leichtimplantate bei demselben Volumen jedoch bis zu 30 Prozent weniger. Wie genau die Gewichtsreduzierung entsteht, welche Vorteile sie mit sich bringt und ob die Implantate für jede Frau geeignet sind erklärt das Experten-Team für Ästhetische Brustchirurgie, Prof. Dr. Germann und Prof. Dr. Reichenberger, aus der ETHIANUM Klinik in Heidelberg.

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Prof. Dr. med. Günter Germann

Facharzt für plastische und ästhetische Chirurgie

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Prof. Dr. med. Matthias Reichenberger

Facharzt für plastische und ästhetische Chirurgie

Die beiden erfahrenen Plastischen Chirurgen leiten die deutsche Multi-Center-Studie und sind erfahrene Anwender der Leichtimplantate.

Was ist das Besondere an den innovativen Leichtimplantaten?

Das, auf was der Name bereits hindeutet: Bei jedem Schritt wird ein circa 30 Prozent leichteres Brustimplantat im Körper getragen. Das summiert sich auf einige Tonnen reduzierter Belastung schon nach kurzer Zeit. Die mechanische Belastung auf das Brustgewebe wird mit B-Lite-Implantaten deutlich reduziert. Das heißt, die Haut und das Gewebe werden geschont und entlastet, was den Tragekomfort deutlich verbessert.

Vor allem Frauen mit einem sportlich aktiven Lebensstil profitieren – unabhängig von Form und Größe der Brust – von diesem Implantat-Typ. Die Implantate werden darüber hinaus nach höchsten Qualitätsstandards in Deutschland hergestellt und erfüllen somit auch in puncto Sicherheit alle Voraussetzungen.

Was macht B-Lite-Implantate so viel leichter als herkömmliche Implantate?

Es handelt sich um eine innovative Generation von Brustimplantaten, die mit modernster Technologie hergestellt werden.  Sie bestehen aus derselben bewährten Silikon-Hülle, die auch herkömmliche Implantate umgibt. Die Füllung macht den Unterschied: B-Lite Implantate werden mit dem patentierten B-Lite-Gel befüllt. Dieses zeichnet sich dadurch aus, dass hochwertiges medizinisches Silikongel mit so genannten Mikrosphären vernetzt wird.

Mikrosphären sind mikroskopisch kleine, hohle Kügelchen, die als eine Art „Platzhalter“ dienen und so für die deutliche Gewichtsreduzierung sorgen. Mikrosphären sind biokompatibel, haben sich in zahlreichen Studien bewährt und werden bei der Herstellung verschiedenster Medizinprodukte eingesetzt, wie zum Beispiel Zahnersatz oder Kontaktlinsen. Man kann sich das Prinzip wie den Unterschied zwischen „Knusperschokolade“ und normaler Schokolade vorstellen, bei dem der Riegel „Knusperschokolade“ durch den Einschluss der „Knusperperlen“ weniger wiegt.

Welche Vorteile bringt die Gewichtsreduzierung für mich als Patientin?

Wir führen seit etwa 18 Monaten eine klinische Beobachtungsstudie bei Patientinnen mit den Leichtimplantaten durch. Das Körpergefühl wird nach den vorläufigen Ergebnissen unserer Studie als sehr natürlich und gut angegeben, da die Implantate nicht als zusätzliches Gewicht empfunden werden. Ein wichtiger Aspekt ist darüber hinaus, dass das Brustgewebe weniger mechanische Belastung aushalten muss, so dass Alterungserscheinungen, wie zum Beispiel das natürliche Erschlaffen der Brust, gegebenenfalls hinausgezögert werden können und die Brust damit länger straff und schön bleibt.

Sind B-Lite Implantate für jede Frau geeignet?

Grundsätzlich ja. Wobei vor allem sportliche Frauen, die ihren Körper regelmäßig aktiv bewegen, von der deutlichen Gewichtsreduzierung und dem hohen Tragekomfort profitieren. Aber auch für Patientinnen, die sich nach einer Stillzeit nicht mehr mit ihren Brüsten wohlfühlen, oder deren Dekolleté schon länger der Schwerkraft nachgegeben hat, sind die Leichtimplantate eine gewebeschonende Möglichkeit. Und natürlich nimmt der entlastende Effekt mit dem Volumen des Implantats zu, so dass Frauen mit dem Wunsch nach einer deutlich größeren Brust mit den Leichtimplantaten sicher auch die richtige Wahl treffen. 

Ist die Brustkrebsvorsorge auch mit B-Lite Implantaten sicher?

Aus unserer Sicht gibt es hier keinerlei Einschränkungen. Generell kann bei jedem Brustimplantat sowohl eine Mammografie, als auch eine Ultraschalluntersuchung, im Zweifelsfall ergänzt durch eine MRT-Untersuchung, ohne Qualitätsverluste durchgeführt werden. Erste Daten aus unserer Beobachtungsstudie zu den Leichtimplantaten deuten sogar darauf hin, dass diese noch durchlässiger für Röntgenstrahlen sein könnten als herkömmliche Implantate.

Gibt es gegebenenfalls Risiken oder Nachteile?

Jeder operative Eingriff unter Vollnarkose birgt ein gewisses Restrisiko, welches sich aber durch eine umfassende Patientenaufklärung im Vorfeld und eine schonend durchgeführte OP unter medizinisch einwandfreien Bedingungen auf ein Minimum reduzieren lässt. Was andere Komplikationsmöglichkeiten betrifft, verhalten sich die Leichtimplantate nicht anders als herkömmliche Implantate, da die innovative Füllung in einer bewährten Hülle steckt, die sich seit 30 Jahren am Markt bewährt hat.

Die Tendenz ist sogar dahingehend, dass das Risiko eines „Bottoming-Out“, das heißt, das mögliche leichte Absinken der Brustimplantate nach der OP, unter Umständen durch die Leichtimplantate reduziert werden kann. Da die Implantate darüber hinaus nach höchsten Qualitätsstandards in Deutschland hergestellt werden, gibt es aus meiner Sicht keine Bedenken hinsichtlich eines speziellen Risikos.

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