Worauf muss ich achten, um Komplikationen zu vermeiden?

 

Dr. med. Robin Deb

 

 

Dr. med. Robin Deb

 

Facharzt für Plastische und Ästhetische Chirurgie
in der Rosenparkklinik Darmstadt

 

 

Für mich gibt es zwei grundlegende Faktoren für einen langfristig komplikationsfreien Eingriff: Das ist zum einen die Verwendung von hochwertigen Qualitätsimplantaten, und zum anderen die sorgfältige Vorbereitung und Durchführung des operativen Eingriffs. Bei der Implantatwahl geht es nicht nur darum, für die Patientin ein individuell passendes Implantat in Form und Größe zu finden, sondern auch auf die passende Oberfläche zu achten.

So lässt sich zum Beispiel das Risiko einer Kapselfibrose mit einer speziellen Microthane-Beschichtung auf ein Minimum reduzieren. Auch Komplikationen, bei denen sich das Implantat im Körper dreht oder verschiebt, können so vermieden werden.

Besonders wichtig ist darüber hinaus eine schonend durchgeführte OP unter medizinisch einwandfreien Bedingungen. Bereits während des Eingriffs können durch bestimmte Techniken und Instrumente spätere Nachblutungen verhindert werden. Das sorgt, neben einer gewissenhaften Nachsorge, für eine Schmerzreduzierung direkt nach dem Eingriff und meiner Erfahrung nach auch insgesamt für geringere Komplikationsraten.

Ein weiteres wichtiges Kriterium im Rahmen der OP ist die optimale Vorbereitung und Größe der so genannten „Implantat-Tasche“, in die das Brustimplantat letztlich eingebracht wird. Diese orientiert sich am gewählten Implantat, den individuellen Gewebeverhältnissen sowie den körperlichen Voraussetzungen der Patientin.

Darüber hinaus ist eine regelmäßige OP-Nachsorge wichtig, um etwaige Komplikationen frühzeitig zu erkennen und ggf. zu behandeln. So sehe ich meine Patientinnen rund eine Woche nach dem Eingriff zum ersten Kontrolltermin wieder. Darüber hinaus sollte nach dem Eingriff eine Karenzzeit von sechs bis acht Wochen eingehalten werden, in der die Patientin auf Sport sowie schweres Heben und Tragen verzichtet.

Diese „Schonzeit“ unterstützt nicht nur den natürlichen Heilungsprozess, sondern vermeidet ebenfalls unnötige Komplikationen.

 

Wie erreiche ich ein ästhetisch natürliches Ergebnis?

 

Dr. Julia Berkei

 

 

Dr. Julia Berkei

 

Fachärztin für Plastisch-Ästhetische und Rekonstruktive Chirurgie in Frankfurt am Main

 

 

Vielen Frauen fällt es vor einer Brust-OP schwer, sich am eigenen Körper vorzustellen, wie ein rundes oder ein sogenanntes anatomisches (tropfenförmiges) Implantat aussehen würde. Deshalb geht es bei der Planung im Vorfeld vor allem um Visualisierung: Neben Vorher-Nachher-Bildern, 3D-Simulation und Fotos von Wunsch-Brüsten bringen meiner Erfahrung nach externe Implantat-Sizer die höchste Treffsicherheit.

Dabei trägt die Frau einen Sport-BH, in den die schalenförmigen „Probe-Modelle“ unterschiedlicher Größen eingelegt werden. Bei einem Blick in den Spiegel kann die Patientin dann gut beurteilen, ob für sie z.B. ein rundes 250-Gramm- oder eher ein tropfenförmiges 315-Gramm-Implantat in Frage kommt. Der deutsche Hersteller, dessen Produkte ich verwende, hat mehr als 1.500 Brustimplantat-Varianten im Programm.

Der Wunschlösung hinsichtlich Form und Größe kann also eins zu eins entsprochen werden, sofern sie im Hinblick auf die körperlichen Voraussetzungen (Körpergröße, Brustumfang, Rippenanatomie, etc.) umsetzbar ist.

Dank dieser Vielfalt kann die Patientin also nicht nur ihr Minimal- oder Maximal-Wunschvolumen der Brust angeben, sondern wir sind auch in puncto Form und Füllungshöhe sehr variabel. So können wir z.B. zwischen runden oder tropfenförmigen Implantaten mit flacher, moderater, hoher oder extrahoher Füllung wählen.

In den Sprechstunden im Vorfeld ist aber nicht nur Empathie und genaues Zuhören beim Erörtern der Wünsche gefragt: Als gute Ärztin ist es auch meine Pflicht, klar zu sagen, was chirurgisch möglich ist. Dazu gehört auch die ehrliche Antwort, wenn ein Wunsch (z.B. eng aneinander liegende Brüste) aufgrund der körperlichen Eigenschaften der Frau nicht oder nur teilweise umsetzbar ist.

Wichtig ist mir außerdem, dass die gewünschte Brustform nach der OP möglichst lange erhalten bleibt. Das Erzielen langfristig stabiler Ergebnisse ist ein weiterer Grund, weshalb ich auf Produkte des deutschen Herstellers vertraue: Dessen Implantate haben eine besondere Schaumbeschichtung, die meiner Erfahrung nach das Risiko einer Kapselfibrose, die eine Verformung der Brust zur Folge hat, deutlich reduziert.

 

Wie wichtig ist die Arztauswahl für einen sicheren Eingriff?

 

Dr. med. Martin Reifenrath

 

 

 

Dr. med. Martin Reifenrath

 

Facharzt für Plastische und Ästhetische Chirurgie
in Dortmund

 

Die Wahl eines erfahrenen Operateurs, z.B. eines Facharztes für Plastische und Ästhetische Chirurgie, ist wichtig, weil ausschlaggebend für ein zufriedenstellendes und sicheres Ergebnis. Am Anfang steht die individuelle Patientenberatung. Dabei geht es nicht nur um eine lückenlose Aufklärung rund um die OP-Methoden, Risiken und die Implantatwahl, sondern auch darum, die persönlichen Wünsche mit den realistischen Möglichkeiten einer ästhetischen Brust-OP abzugleichen.

Eine Standardlösung gibt es nicht, jede Frau ist einzigartig und unterscheidet sich in ihrer natürlichen Brustform, der Gewebebeschaffenheit und dem Körperbau. Auch die Lebensumstände und die Beweggründe spielen eine Rolle. So hängt z.B. die Auswahl der passenden Implantat-Form und -Größe davon ab, ob es sich um die rein ästhetische Vergrößerung einer kleinen Brust, das Angleichen seitenverschiedener Brüste (sogenannte Asymmetrien), oder die Anpassung erschlaffter Brüste, z.B. nach einer  Schwangerschaft, handelt.

Neben der individuellen Beratung spielt die Auswahl des passenden Implantats eine tragende Rolle. Wichtig sind vor allem die Qualität und eine breite Auswahl an Formen, Größen und Oberflächen, um jeder Patientin eine individuelle Lösung anbieten zu können und Komplikationen zu vermeiden.

Ich arbeite aus diesem Grund seit rund 20 Jahren ausschließlich mit in Deutschland hergestellten Implantaten, die in einer großen Vielfalt an Varianten angeboten werden. Aber auch eine sorgfältige vorbereitete OP unter optimalen Bedingungen sowie ein eingespieltes OP-Team tragen zum langfristigen Erfolg eines Eingriffs bei.

Die persönliche postoperative Betreuung und eine gut geplante Nachsorge unterstützen den Heilungsprozess und sorgen für geringe Komplikationsraten. Eine Patientin sollte sich also in jedem Fall an einen erfahrenen Operateur wenden und prüfen, ob nach der Erstberatung noch Fragen offen sind und ob ihr Bauchgefühl stimmt. Bestehen Zweifel, empfehle ich die Einholung einer Zweitmeinung, denn wichtig ist, dass die Patientin sich wohl fühlt – mit ihrer Entscheidung und dem behandelnden Arzt.