Laserkorrekturen sind beim Erfüllen dieses Wunsches die am häufigsten eingesetzte Methode. Doch bei sehr hohen Korrekturen oder einer zu dünnen oder verkrümmten Hornhaut ist der beste Laser machtlos. In diesen Fällen können Linsen, die ins Augeninnere (intraokular) implantiert werden, Abhilfe schaffen. Es gibt verschiedene Lösungen, je nach Alter und Korrekturnotwendigkeit:

Eine zusätzliche Linse

Bei jüngeren kurzsichtigen Menschen, mit einer Korrektur ab rund minus acht Dioptrien, die noch mit ihrer Fernbrille gut lesen können, kann eine dünne Linse auf die Regenbogenhaut platziert werden. Hier werden meistens ICL- und Irisklauenlinsen verwendet.

PRK

Bei dieser Behandlung können Kurzsichtigkeit bis minus sechs Dioptrien und Astigmatismus bis drei Dioptrien behandelt werden. Bei PRK handelt es sich um einen sehr kurzen Eingriff, bei dem die oberflächliche Zellschicht der Hornhaut abgelöst und entfernt wird.

Danach modelliert und formt der Laser das Hornhautgewebe, wodurch die Hornhaut die richtige Krümmung erhält und die Fehlsichtigkeit ausgeglichen wird. Im Anschluss wird eine weiche Kontaktlinse eingesetzt, welche die Hornhaut für einige Tage abdeckt, um das Auge zu schützen. Diese wird nach drei bis fünf Tagen wieder entfernt.

PTK

Die PTK stellt ein Verfahren zur Behandlung von oberflächlichen Hornhautnarben und bei Hornhautverletzungen dar. Hierbei wird nach einer oberflächlichen Entfernung der obersten Hornhautschicht eine Abtragung der Hornhautoberfläche ähnlich einer Verschweißung durchgeführt. Auch hier wird eine Kontaktlinse für etwa drei Tage aufgesetzt.

Ein Linsenaustausch

Diese Form der Linsenchirurgie wird überwiegend bei Vorliegen des grauen Stars, aber auch bei extremen Fehlsichtigkeiten angewandt. Mithilfe von Linsen, die in Ihr Auge hineinoperiert werden, lassen sich alle Formen der Fehlsichtigkeit zwischen plus 25 Dioptrien und minus 40 Dioptrien behandeln. Beim Linsenaustausch wird die natürliche Linse im Augeninneren durch einen winzigen Schnitt entfernt und durch eine Intraokularlinse ersetzt.

Moderne Multifokallinsen sind sogar in der Lage, den durch die Linsen-OP bedingten Verlust der Akkommodationsfähigkeit wieder auszugleichen. Bei der Entfernung der eigenen Linse können auch spezielle Linsen implantiert werden, sodass Sie nach dieser Operation in den meisten Fällen weder Fern- noch Lesebrille benötigen. Teilweise ist hierzu ein sogenanntes Bioptics-Verfahren notwendig, bei dem Linsen- und Laserchirurgie kombiniert angewendet werden.

Eine Linsenimplantation kann somit als einziges Verfahren, als Alternative zur Laserbehandlung oder als Kombination mit der Laserbehandlung zur Anwendung kommen. Das Risiko einer solchen Operation ist als gering einzustufen, da die möglichen Komplikationen sehr gut zu beherrschen sind.