Spektakuläre Erlebnisse, unendliche Möglichkeiten, die nächste Technikrevolution: Facebook ist sich des Potenzials durchaus bewusst – und gehört zu den wirtschaftlichen Antreibern von VR (Virtual Reality) und Augmented Reality (AR). Im Laufe der nächsten Jahre plant das soziale Netzwerk, komplett in die virtuelle Realität überzusiedeln – genauso wie vermutlich der Großteil unserer digitalen Gesellschaft.

Wer VR verstehen will, der muss diese neue Technologie tatsächlich selbst erleben. Denn wie bei keinem Medium zuvor kann man bei Virtual Reality ganzheitlich in neue Welten eintauchen – in denen wirklich alles möglich ist. Unterschiedlich ist nur der Grad der Immersion. Während sogenannte Mobil-VR-Systeme, wie die GearVR oder Googles Daydream, sich vor allem für kleinere Spiele und 360-Grad-Videos eignen, bieten High-End-VR-Systeme wie HTC Vive oder Oculus Rift die besten Möglichkeiten.

Einige verbinden mit VR auch noch ausschließlich Gaming – tatsächlich ist es nur ein Teilbereich einer rasant wachsenden Industrie, die für alle Unternehmen und Branchen immer wichtiger wird. Wer sich jedoch nur für Spiele interessiert, ist auch mit einer Playstation VR gut beraten. Sonys schon etwas in die Jahre gekommene Konsole konnte dank der Virtual-Reality-Erweiterung bereits große Verkaufserfolge feiern.

2017 schafften zudem einige klassische AAA-Titel (die Blockbuster der Spielebranche) den Sprung in die VR. Parallel dazu steigt die Anzahl an hochwertigen Exklusivtiteln rasant. Letztlich ist Sonys Playstation – trotz Pro-Update – allerdings technisch limitiert. Mit Project Scorpio von Microsoft steht jedoch bereits die nächste leistungsfähige VR-Konsole in den Startlöchern. Überhaupt setzt der IT-Konzern aus Redmond komplett auf VR. Oder anders ausgedrückt, auf eine Mischung aus VR und AR – die Erweiterung der Realität.

Wer VR verstehen will, der muss diese neue Technologie tatsächlich selbst erleben.

Denn Microsoft stellt Windows 10 auf Mixed Reality (MR) ein – und mit diesem Prozess kommen erschwingliche VR-Headsets von Hardwareherstellern wie HP, Acer oder Asus auf den Markt. Und diese werden voraussichtlich zu konsumerfreundlichen 300 Euro angeboten.

Ein weiteres VR-Phänomen ist die Rückkehr der klassischen Arcade-Spielhallen. Denn auch wenn manche Endnutzer – vor allem wegen des hohen Anschaffungspreises – den Kauf eines Head-Mounted-Displays noch scheuen, machen VR-Arcade-Spiele wie Tower Tag – das nicht wenige als die sehnsüchtig erwartete Killer-App bezeichnen – Furore.

Rund um den VR-Shooter entwickelt sich bereits der Begriff V-Sport. Denn im Vergleich zu eSports kann VR dank des ausgefeilten Trackings und der umfassenden Bewegungsmöglichkeiten ganz schön schweißtreibend sein – wie beim „realen“ Sport.

Atari-Gründer Nolan Bushnell sieht VR übrigens gerade in der Pong-Phase – und zieht damit den Historievergleich mit der Gamesbranche: Pong war deren erster weltweit populärer Titel. Wo die virtuelle Reise hingehen wird, können wir im Moment also nur erahnen. Scott Adams, Schöpfer der berühmten Dogbert-Comics, wagt dazu eine ganz eigene augenzwinkernde Prognose: „Wenn Virtual Reality billiger als Dating wird, ist unsere Gesellschaft dem Untergang geweiht.“