Wann und warum setzen Sie bei Ihren Patienten einen Kollagenbooster ein?

Wie der Rest unseres Körpers altert auch die Haut im Laufe der Jahre. Die Muskulatur geht zurück. Die Knochen schwinden und das Fettgewebe reduziert sich. Mangelndes Volumen können wir dabei ausgleichen, in dem wir das körpereigene Bindegewebe wieder aufbauen. Die Haut erhält so ihre jugendliche Spannkraft und verlorene Kontur im Gesicht zurück.

Wie gehen Sie dabei genau vor?

Die Behandlung erfolgt in der Regel unter Lokalanästhesie. Hierbei injiziere ich mit einer feinen Nadel kleinste Mengen des Produktes in die Haut. Nach der Injektion findet ein sofortiger Fülleffekt statt, der mit der Zeit wieder nachlässt.

Dies hat mit der Komposition des Fillers, bestehend aus einer Trägersubstanz und dem Wirkstoff Polycaprolacton (PCL), zu tun und ist so gewollt. Während die Trägersubstanz sich langsam abbaut, nähern wir uns dem eigentlichen Ziel, dem Kollagenaufbau, der durch PCL angeregt wird. Nach circa 3 Monaten ist das eigentliche Ergebnis sichtbar.

Welche Vorteile hat das für den Patienten?

Charmant ist erst mal, dass kein Fremdstoff injiziert wird, den der Körper über Wochen hinweg selbst abbauen muss. Der Trend geht dahin, stärker mit körpereigenen Substanzen zu arbeiten. Auch hat der Kollagenbooster mit wählbaren 1 bis 4 Jahren, eine deutlich längere Haltbarkeit im Gewebe und er führt in der Regel zu natürlicher wirkenden Ergebnissen.

Im Vergleich zu klassischen Fillern wie Hyaluronsäure, bei denen der Patient schnell aufgedunsen aussieht, bindet er Feuchtigkeit nicht so stark. Wir füllen mit diesen Biostimulatoren außerdem nicht wie bisher einzelne Falten, sondern können ganze Areale im Gesicht modellieren.

 

 

Welche Substanzen kommen bei dieser Technologie zum Einsatz?

Der Kollagenbooster besteht aus glatten Polycaprolacton (PCL) Mikropartikeln in einem wässrigen Gelträger aus Carboxy-Methylzellulose (CMC). PCL ist bekannt als weiches Polymer, das hundertprozentig bioresorbierbar ist. Er wird schon seit vielen Jahren in der Medizin verwendet. In der Chirurgie oder Zahnheilkunde regen Ärzte damit bereits körpereigen das Wachstum von Bindegewebe an. Um die unterschiedlichen Haltbarkeiten zu erreichen, von denen ich sprach, werden die Polymerketten in ihrer Länge verändert.

Lassen sie sich auch anderweitig nutzen?

Sie funktionieren auch sehr gut in der Kombination. Dann erzeugen Sie mit Kollagenbooster mehr Volumen und verbessern mit anderen Methoden parallel die Hautstruktur.

Rund 30 Prozent aller Nasen modelliere und korrigiere ich außerdem inzwischen mit Kollagenbooster. Hier wollen Sie ja auch nicht alle sechs Monate nachjustieren. Die Behandlung läuft minimal-invasiv und ist sehr wirksam.

 

 

Gesichtsverjüngung und Volumenaufbau

Auch wenn jeder individuell altert, so gibt es doch bestimmte Veränderungen, die bei allen gleich sind. Die Haut verliert an Elastizität, die Gesichtsmuskeln erschlaffen und die Gesichtszüge hängen. Falten im Gesicht und am Hals lassen uns alt und müde erscheinen. Dies ist aber nur ein kleiner Teil der Wahrheit. Mit dem Alter nehmen auch die Spannkraft der Haut und Volumen im Wangenbereich ab. Die Gesichtsknochen formen sich ebenfalls flacher. Hier gelingt es Ärzten unter anderem mit Kollagenboostern ihr Gesicht auch ohne Skalpell frischer und jugendlicher erscheinen zu lassen.

Behandlungsbereiche





Hebepunkte an Augenbrauen

Nasenkorrektur

Wangenpartie

Nasolabialfalte

Marionettenfalten

Gesichtskontur

Wie erfolgt die Behandlung?

In einem minimal-invasiven Verfahren wird der Kollagenbooster von einem Facharzt unter die Haut gesetzt, hierdurch werden Gesichtsfalten und Volumendefekte unmittelbar nach der Behandlung direkt korrigiert. Der eigentliche Clou: PCL stimuliert den körpereigenen Prozess der Kollagenneogenese. Hierbei wird schrittweise eigenes Kollagen aufgebaut, wodurch natürlich wirkende und länger anhaltende Ergebnisse erreicht werden können. Kollagenbooster können als eine Einzelbehandlung oder in Kombination mit zum Beispiel Fadenlifting angewendet werden.

Nasenkorrektur mit Fillern

Als Alternative zur ästhetischen Nasenchirurgie [Rhinoplastik] kann eine Nasenkorrektur auch mit Fillern durchgeführt werden. Bei diesem operationsfreien Eingriff werden Unebenheiten, Verschiebungen und Absenkungen der äußeren Nase mit Fillern in Lokalanästhesie korrigiert. Resorbierbare Materialien sind hier besonders im Vorteil, da sie sich durch den Arzt gut formen lassen. Damit ist es möglich, nach dem Einbringen der Filler die Nasenform optimal anzupassen.

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