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Schöne Zähne, strahlendes Lächeln: Ästhetische Leistungen des Kieferorthopäden

Foto: Olesya Kuprina via Shutterstock

Gesunde Zähne sind keine Glückssache. Jeder kann selbst viel dafür tun, um das Gebiss gesund zu erhalten. Regelmäßiges Zähneputzen, die Verwendung von Zahnseide und Interdentalbürsten gehören dazu. Doch bei Fehlstellungen des Gebisses, bei Zahnlücken oder abgebrochenen Zähnen Ist ein Profi nötig: Der Gang zum Kieferorthopäden steht auf dem Plan. Kieferorthopäden nutzen eine vielfältige Toolbox unterschiedlichster Behandlungsmöglichkeiten. Sie alle haben ein Ziel: ein schönes, selbstbewusstes Lächeln zu schenken.

Ein schönes Lächeln öffnet Herzen und Türen.

Was ist eigentlich Kieferorthopädie?

Die Kieferorthopädie beschäftigt sich mit Fehlentwicklungen des Kiefers, der Zähne und des gesamten Kauapparats. Ein Kieferorthopäde hat es sich demnach zur Profession gemacht, Fehlentwicklungen prophylaktisch zu verhindern oder sie gezielt zu behandeln und die Fehlstellungen zu beheben. Da die Behandlungsmöglichkeiten so breit gefächert sind, müssen erfolgreiche Kieferorthopäden viel Erfahrung und Wissen mitbringen.


Ein Kieferorthopäde ist ein Zahnarzt mit abgeschlossenem Studium, der eine mehrjährige Weiterbildung zum Facharzt durchläuft. Es handelt sich um ein hochspezialisiertes Fachgebiet, in dem mitunter die interdisziplinäre Zusammenarbeit mit anderen Fachärzten erforderlich wird, zum Beispiel mit Hals-, Nasen-, Ohrenärzten. Demnach begibt sich derjenige, der zu einem Kieferorthopäden geht, in hoch professionelle Hände.

Warum schiefe Zähne nicht nur ein Schönheitsproblem sind

Schöne Zähne tragen erheblich zu einem attraktiven Erscheinungsbild bei. Sie perfektionieren eine erfolgreiche Ausstrahlung und beeinflussen den persönlichen Wohlgefühl-Faktor. Beim Kieferchirurgen treffen Medizin und Ästhetik aufeinander, denn Kieferchirurgie als Mittel zum Schönheitsideal erfordert nicht nur Fingerspitzengefühl und Einfühlungsvermögen, sondern vor allem auch medizinisch fundiertes Wissen. Wenn ein Kiefer eine Fehlentwicklung aufweist, handelt es sich nämlich nicht allein um ein ästhetisches Problem. Oft wird auch die Funktionalität des Gebisses beeinträchtigt.

Schmerzen aufgrund von Fehlentwicklungen

Durch schiefe Zahnstellung oder durch die Verzahnung von Ober- und Unterkiefer beim Zusammenbeißen bewegen Betroffene ihren Kiefer unnatürlich und fordern damit Muskelreizungen und Verspannungen heraus. Das wiederum erzeugt Kopfschmerzen, Nackenschmerzen und weitere unangenehme Symptome. Auch die Form des Kiefers und seine Position im gesamten Kopfbereich kann als Dysgnathie (Fehlstellung) für ästhetische Beeinträchtigung, chronische Schmerzen und Probleme im Alltag sorgen.

Gesunde Zähne sind in jedem Alter wichtig.

Wann können Kieferchirurgen helfen?

Wie bereits ausführlich dargestellt können Kieferchirurgen bei angeborenen oder erworbenen Fehlentwicklungen des Kiefers, des Kauapparats und der Zähne helfen. Auch, wenn Erwachsene durch Stress bedingt mit den Zähnen knirschen, unter Kopf- und Gesichtsschmerzen sowie unter Schmerzen in der Wirbelsäule oder unter Tinnitus und Schwindel leiden können sie hilfreich eingreifen.

Ein weiterer wichtiger Bereich, bei dem Kieferchirurgen wahre Wunder vollbringen können, ist die Behandlung von Patienten, die unter den Folgen einer Krankheit leiden (zum Beispiel Tumorpatienten) oder einen Unfall hatten.

Welche Behandlungsmöglichkeiten bieten Kieferorthopäden an?

Je nach Praxis und Spezialisierung bieten Kieferorthopäden unterschiedliche Behandlungsoptionen an. Die folgende Übersicht stellt einige Leistungen schwerpunktmäßig vor.

Zähne ziehen und Implantate setzen

Im Rahmen der Zahnextraktion und dem Einsetzen von Implantaten können Kieferchirurgen zunächst einmal die Zähne identifizieren, die nicht mehr erhaltungswürdig sind. Sie entfernen Zähne, auch Weisheitszähne, und kümmern sich um die abschließende Versorgung. Der Erhalt von Zähnen  hat stets Priorität, bevor ein Zahn gezogen wird. Deshalb gehören auch Behandlungen wie Wurzelspitzenresektionen und Zahnsanierungen zum Portfolio. Mit Blick auf eine spätere Versorgung mit Implantaten nehmen Kieferorthopäden auch den Knochenaufbau vor, der in der Fachsprache Augmentation heißt.

Implantate werden in einen intakten Kiefer gesetzt und die Ästhetik hat insbesondere im vorderen Sichtbereich eine große Bedeutung. Damit die Implantate gesetzt werden können und sie sich unauffällig in die eigenen Zähne einfügen, braucht es nicht nur großes chirurgisches Geschick, sondern auch ein ausgeprägtes ästhetisches Verständnis.

Kieferfehlstellungen behandeln

Ein Über- oder Unterbiss sorgt für ein hervorspringende oder fliehendes Kinn, was häufig ein optisches Problem und ebenfalls ein funktionales Problem bedeutet. Mund- und Kieferchirurgen sind in der Lage, solche Kieferfehlstellungen zu korrigieren. Bei diesen Eingriffen werden zahntragende Kieferteile gelöst.  Bei einem Oberbiss werden zum Beispiel die Unterkieferknochen durchtrennt, neu positioniert und dann mit zwei Platten wieder fixiert. Im Oberkiefer wird der zahntragende Teil praktisch unterhalb der Nasenhöhle durchtrennt, neu positioniert und ebenfalls mit Platten so befestigt, dass Oberkiefer und Unterkiefer anschließend wieder aufeinander passen.

Kinn verändern

Bei einer Kinnplastik kann durch das Ablösen des knöchernen Kinns vom Unterkiefer und die Verschiebung in die gewünschte Position eine neue Profilform hergestellt werden. Auf diese Weise wird ein zurückliegendes Kinn nach außen verschoben oder ein vorspringendes Kinn nach hinten versetzt.

Kiefer weiten

Außerdem können Kieferchirurgen den Kiefer weiten. Tatsächlich handelt sich dabei um die chirurgische Gaumennahterweiterung, die in Betracht kommt, wenn der Kiefer zu klein für die Zähne ist. Zur Erweiterung des Gaumens wird eine kieferorthopädische Apparatur eingesetzt, wobei einige Schnitte in die Schleimhaut gemacht werden müssen. Die Mittellinie im Gaumen wird dadurch geschwächt und durch regelmäßiges Nachziehen der eingesetzten Apparatur wird der Kiefer gedehnt. Oft entsteht dabei eine Lücke zwischen den beiden vorderen Zähnen, die im Nachgang operativ behandelt und wieder geschlossen werden muss.

Auffällige Zahnspangen sind für Erwachsene in der Regel keine Option. Für sie gibt es ästhetisch ansprechendere Lösungen.

Zahnspangen auch für Erwachsene

Nicht immer gelingt es bereits im Kindesalter, Zahnfehlstellungen mit einer Zahnspange zu korrigieren. Das lässt sich im Erwachsenenalter nachholen. Zahnbegradigung sind mit sogenannten unsichtbaren Zahnspangen machbar und stellen eine alltagstaugliche und ästhetische kieferorthopädische Lösung dar.

Zum einen gibt es feste Brackets, die an der Innenseite der Zähne befestigt werden. Die Zahnspange ist nicht zu sehen und stört auch nicht das strahlende Lächeln. Allerdings ist die Reinigung nicht ganz einfach. Als Alternative steht hier die sogenannte Invisalign-Aligner-Methode zur Wahl. Dabei handelt es sich um einer transparente Kunststoff-Schiene, die für jeden Behandlungsschritt neu angefertigt werden muss. Sie wird zum Essen und beim Zähneputzen herausgenommen und bleibt ansonsten ständig auf den Zähnen. Der Vorteil dieser Methode liegt im Vergleich zu festen Spangen in dem besseren Hygienefaktor. Allerdings sind die Kosten vergleichsweise hoch, weil mehrere Schienen im Verlauf der Behandlung angefertigt werden müssen.

Fazit: Es ist nie zu spät für schöne Zähne

Es spielt keine Rolle, ob Patienten im Kindes- oder Erwachsenenalter zum Kieferorthopäden gehen. Für alle Patienten stehen dieselben Ziele im Vordergrund: Sie wollen gesunde Zähne, schmerzfrei kauen und schlucken und ohne Beeinträchtigung sprechen. Kieferorthopädische Eingriffe sind in jedem Lebensalter möglich, denn eines ist Fakt: Ein strahlend weißes Lächeln steht Senioren ebenso gut wie Teens.

Bilder: pixabay.com © badski007 (CC0 Creative Commons)
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